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| 02:34 Uhr

Wohin mit dem Ockerschlamm?

"Schachtlegung" heißt das Gemälde, das es dem Bergmann Klaus Zschiedrich angetan hat und das ihn über Jahrzehnte bis ins Büro des LMBV-Chefs begleitet hat.
"Schachtlegung" heißt das Gemälde, das es dem Bergmann Klaus Zschiedrich angetan hat und das ihn über Jahrzehnte bis ins Büro des LMBV-Chefs begleitet hat. FOTO: Christian Taubert
Senftenberg/Cottbus. Seit Monaten sorgen sich Lausitzer um die braun verfärbte Spree. Die Ursache: Eisenhydroxid, das sich im Schlamm festsetzt. Der Ockerschlamm muss raus. Doch wohin damit? Die LMBV hat jetzt eine Lösung angekündigt. Christian Taubert und Simone Wendler

Im Kampf gegen die "braune Spree" hat LMBV-Geschäftsführer Klaus Zschiedrich Lösungen auch für den anfallenden Ockerschlamm in Aussicht gestellt. Im RUNDSCHAU-Interview erklärte er, dass mit den Bergbehörden in Brandenburg und Sachsen bereits ein erstes Konzept entwickelt worden sei, wohin der Eisenhydroxidschlamm verbracht werden könne. Danach werde zwischen Schlamm aus Fließen oder aus Reinigungsanlagen unterschieden.

Zschiedrich versicherte: "Bis März nächsten Jahres werden wir ein Konzept für die Lagerung des gesamten Schlamms im Bereich der Spree vorlegen." Seinen Angaben zufolge werden alle Betroffene beteiligt, die dann Vorteile und Nachteile abwägen könnten.

In dem Interview räumt der LMBV-Chef zudem ein, dass das Phänomen der Rutschungen auf sanierten Kippenflächen heute erklärt werden könne. Wieder aufgenommene Forschungen hätten letztlich zu Lösungen geführt. Doch das daraus resultierende neue Verfahren des schonenden Sprengens, mit dem bereits freigegebene und im Nachhinein gesperrte Kippenflächen sicher gemacht werden müssen, brauche Zeit.

"Das ist in fünf Jahren nicht zu schaffen", sagt Klaus Zschiedrich. Dennoch würden auch in diesem Jahr wieder 500 Hektar Fläche übergeben.