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Wo aus Lausitzer Ockerschlamm ein Kunstwerk wird

Meuro. Bernhard K. Glück nimmt zum ersten Mal an einem Tag des offenen Ateliers teil. Heidrun Seidel

"Irgendwann muss man sich bekennen", sagt er mit etwas Ironie in der Stimme. Von Hause aus ist er schließlich Professor im Lehrgebiet Technologie für Halbleiter und Mikrosysteme der BTU Cottbus-Senftenberg. "Das Malen ist für mich ein wunderbarer Ausgleich", so der Wissenschaftler, der sich als Autodidakt an die verschiedenen Maltechniken herangewagt hat. Am Wochenende zeigt er Aquarelle und Malereien mit Werkstoffen aus der Region. Letzteres ist das Besondere an seinen Werken. Er nutzt Kohle, Erze, Leinöl, ja sogar den gefürchteten Ockerschlamm, um sie nach einer Aufbereitung auf Papier oder Leinwand zu bannen und schafft so eine ganz eigene Art Lausitzer Malerei. Bernhard Glück stellt an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr im Meuroer Haus der Vereine aus.