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| 18:33 Uhr

Wirtschaftsförderer zu Besuch
Wirtschaftsförderer wollen kooperieren

Rundgang durch die Fertigungshalle bei der Züblin Stahlbau GmbH in Hosena: Dr. Steffen Kammradt, Sprecher der Geschäftsführung der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (rechts), lässt sich von Jochen Schneider, kaufmännischem Geschäftsführer (Mitte), aktuelle Projekte und Tätigkeitsfelder erklären. Foto: Landkreis OSL
Rundgang durch die Fertigungshalle bei der Züblin Stahlbau GmbH in Hosena: Dr. Steffen Kammradt, Sprecher der Geschäftsführung der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (rechts), lässt sich von Jochen Schneider, kaufmännischem Geschäftsführer (Mitte), aktuelle Projekte und Tätigkeitsfelder erklären. Foto: Landkreis OSL FOTO: Landkreis OSL
Klettwitz/Hosena. Chef der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg: „OSL-Kreis hat sehr gute Entwicklung und enormes Zukunftspotenzial“.

(red/br) Kooperationsvereinbarung mit allen Wirtschaftsförderungen und Wirtschaftsfördergesellschaften der Landkreise in Brandenburg sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Zunächst sei eine Laufzeit von zwei bis drei Jahren vorgesehen. Ziel ist es, ein neues, kooperatives System der Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaftsförderung des Landes Brandenburg und der regionalen Wirtschaftsförderung auch unter Einbeziehung der Regionalen Wachstumskerne zu schaffen. Landrat Siegurd Heinze und Bärbel Weihmann von der Wirtschaftsförderung des Kreises zeigten sich dem aufgeschlossen gegenüber, informiert kreissprecherin Sarah Werner. Denn Anliegen sei es, sich noch enger zu Themen wie Standortentwicklung, Investitionsvorhaben, Technologie- und Innovationsförderung, Arbeit und Qualifizierung, Internationalisierung, Energie, Gründungen, Standortmarketing und Clustervernetzung auszutauschen.

Dieses Vorhaben resultiert aus dem Besuch des Sprechers der Geschäftsführung der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH, Steffen Kammradt, dieser Tage im Landkreis. Kammradt führte auch Gespräche bei der Dekra Automobil GmbH im Technology Center Klettwitz und bei Züblin Stahlbau GmbH in Hosena  Zu den Unternehmensgesprächen resümierte Kammradt: „Der OSL-Kreis hat eine sehr gute Entwicklung - und enormes Zukunftspotenzial. Der Standort Klettwitz ist mit dem Dekra-Testzentrum auf dem Weg zu einer europäischen Drehscheibe für die Zukunft des Autofahrens. Die Chancen, die damit für den Kreis und ganz Brandenburg verbunden sein werden, können wir heute vielleicht nur erahnen. Züblin Stahlbau in Hosena ist ein hervorragendes Beispiel für ein solides Bestandsunternehmen in der Region, das sich erfolgreich in seinem Markt entwickelt, aktuell durch die Ausweitung in den Stahlbrückenbau. Wir werden im Herbst mit Wirtschaftsminister Gerber die Konzernzentrale in Österreich besuchen“, erklärte er im Anschluss an seinen Besuch.

Die Dekra plant nunmehr am Standort Investitionen in erheblichem Umfang. Mit der beabsichtigten Erweiterung der Angebotspalette und dem damit einhergehenden Ausbau des Standortes soll dieser perspektivisch zur Hauptanlaufstelle im Hinblick auf die Themen Prüfen, Testen und Zertifizieren im Bereich Automobil im weltweiten Dekra-Verbund anwachsen. Das 540 Hektar große Areal soll so zu Europas größtem unabhängigem Testcenter für automatisiertes und vernetztes Fahren werden. Volker Noeske, Leiter Dekra Technology Center, und Uwe Burckhardt, Leiter Vertrieb und Verwaltung Teststrecken, informierten über die neue Ausrichtung und konkrete geplante Maßnahmen am Standort und berichteten über laufende Gespräche mit potenziellen Kunden. Der Spagat zwischen Standortentwicklung und Akquise stelle eine hohe Herausforderung dar, dank der motivierten Mitarbeiter sei man jedoch auf einem guten Weg, lautete die Einschätzung.

Positiv gestaltet sich auch die Situation beim international aufgestellten Baudienstleister Züblin Stahlbau in Hosena. Seit 2005 gehört das Unternehmen als Tochter der Ed. Züblin AG Stuttgart zum Konzern der österreichischen Strabag. Kürzlich wechselte die Führungsspitze. Diese besteht nunmehr aus Marco Eckert als technischem und Jochen Schneider als kaufmännischem Geschäftsführer. Die Auftragslage des Unternehmens, das anspruchsvolle Projekte im Kraftwerks-, Stahlhoch- und Fassadenbau und verstärkt unter anderem im Bereich des industriellen Stahlbrückenbaus realisiert, sei gut. Zeitgleich sei man immer auf der Suche nach neuen Produktfeldern. In den letzten 20 Jahren hat der Standort Hosena etwa 60 Millionen Euro an Investitionen realisiert. Die Fertigungskapazität für Stahlbaukonstruktionen beträgt 25.000 Tonnen pro Jahr.

(red/br)