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Lausitzer Seenland
Touristiker hoffen auf Imbiss für die Ewigkeit

Der neue Imbiss an der Landmarke Rostiger Nagel soll bis in die Ewigkeit stehen. Der Zweckverband hat am Donnerstag Richtfest gefeiert.
Der neue Imbiss an der Landmarke Rostiger Nagel soll bis in die Ewigkeit stehen. Der Zweckverband hat am Donnerstag Richtfest gefeiert. FOTO: Steffen Rasche
Kleinkoschen. Nachdem die „Rostlaube“ im Sommer 2016 abgebrannt war, ist jetzt Richtfest für ein neues Gebäude gefeiert worden. Von Jan Augustin

Ab April kommenden Jahres sollen sich die Besucher des „Rostigen Nagels“ nach ihrem mühsamen Auf- und Abstieg endlich wieder stärken und den Biss in eine Bockwurst genießen können. Nach dem der Imbiss „Rostlaube“ vor anderthalb Jahren niedergebrannt war, hat der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg am späten Donnerstagnachmittag nun Richtfest für einen neuen Gebäudekomplex mit Imbiss und WC gefeiert. Verbandsvorsteher Volker Mielchen hofft, dass dieser nun „bis in die Ewigkeit steht“. „Das Gebäude wird dringend gebraucht“, sagt er, während wie bestellt sich die letzten Sonnenstrahlen des Tages durch die Kiefernäste kämpfen.

Wie und warum der ehemalige Imbiss im August 2016 niedergebrannt war, bleibt unklar. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei sind mittlerweile ergebnislos abgeschlossen worden. Das bestätigt Zweckverbands-Sprecherin Dana Hüttner. Ob es sich dabei um Brandstiftung gehandelt hat und das Feuer Teil einer kleinen Serie im Seenland war, kann daher nur spekuliert werden. Fakt ist jedoch, dass nicht einmal eine Woche nach dem Feuer in der „Rostlaube“ ein Getränkewagen am Landeplatz in Kleinkoschen komplett ausgebrannt war. Kurze Zeit später war in Niemtsch die beliebte Aloha Beachbar den Flammen zum Opfer gefallen.

Der Erlebnis-Standort an der Landmarke „Rostiger Nagel“ am Sedlitzer See war im Frühjahr vor drei Jahren mit Fördermitteln des Landes Brandenburg weiter ausgebaut worden. Der Imbiss „Rostlaube“ wurde hier bereits seit dem Jahr 2009 betrieben. Er war am Vortag des Brandes normal geöffnet.

Die Kosten für den neuen Imbiss am „Rostigen Nagel“ belaufen sich auf rund eine Viertel Million Euro. Das entspricht auch in etwa der Schadenssumme, die der Zweckverband Lausitzer Seenland aber von der Versicherung wiederbekommen hat, wie Pressesprecherin Dana Hüttner bestätigt. Die Bauarbeiten sollen im März abgeschlossen sein, der Grundriss ungefähr gleich bleiben. Nur die Aufteilung des Gebäudes wird etwas geändert: Vorn ist die Gastronomie mit einem überdachten Sitzbereich für etwa zehn Gäste geplant. Hinten soll der Toiletten-Bereich Platz haben. Das Gebäude soll diesmal hellgrauen Putz erhalten. Das Vordach und die Schiebeläden werden wie der „Rostige Nagel“ aus Stahl gefertigt.

Wer ab April den Imbiss saisonal betreiben wird, darf Dana Hüttner noch nicht verraten. Der Zweckverband führe derzeit Gespräche mit mehreren Interessenten. Überzeugen müsse das Konzept. Der Verband erhofft sich von dem neuen Gastronom, dass er ein verstärktes Augenmerk auf Qualität hat. Trotzdem, das betont die Marketing-Verantwortliche, soll es kein extrem hochwertiges Imbissangebot werden.

So soll der künftige Imbiss aussehen.
So soll der künftige Imbiss aussehen. FOTO: Dana Hüttner / Zweckverband Lausitzer Seenland