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| 14:54 Uhr

Handwerkermesse in Cottbus
Mit Möbeln und Wurst aus der Region punkten

Matthias John fährt zum ersten Mal zur Handwerkermesse nach Cottbus. Im Gepäck hat er ein Modell seines Holzhauses in Niemtsch.
Matthias John fährt zum ersten Mal zur Handwerkermesse nach Cottbus. Im Gepäck hat er ein Modell seines Holzhauses in Niemtsch. FOTO: privat / LR
Senftenberg/Cottbus. Auf der 28. Handwerkermesse in Cottbus möchten regionale Anbieter Neukunden ins Seenland locken. Von Josephine Japke

Matthias John vom Zimmereimeisterbetrieb in Niemtsch reist am Wochenende mit einem ganzen Haus nach Cottbus zur Handwerkermesse. Zugegeben: Das Haus, das er mitnimmt, ist nur ein kleines Musterhäuschen, das zeigen soll, was im Original in Niemtsch steht. Trotzdem ist es neben den Naturholzmöbeln und Lehmputzmustern ein Höhepunkt seines 15 Quadratmeter großen Standes. „Wir bilden dort unser Leistungsspektrum ab, also auch Carports, Terrassen und Dächer“, erklärt Matthias John. Er fährt zum ersten Mal nach Cottbus und hofft, dort neue Kunden anzusprechen und sie für sein Angebot begeistern zu können.

Am 27. und 28. Januar findet bereits zum 28. Mal die Handwerkermesse in Cottbus statt. Wieder werden etwa 300 Aussteller aus allen Teilen Brandenburgs ihre Vielseitigkeit präsentieren. Mit dabei sind auch Vertreter aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz, die zeigen wollen, was ihre Heimat zu bieten hat und gleichzeitig um neue Kunden werben.

Fleischermeister Andreas Sacher bereitet seit Wochen die Köstlichkeiten vor, mit denen er am Wochenende beeindrucken will. „Wir haben über 30 Sorten Wurst und 20 Sorten Fertiggerichte im Glas im Gepäck“, erklärt der Geschäftsführer der Fleischerei aus Schwarzheide. Zu den Leckereien gehören auch Rouladen, Rinderbraten und Eintöpfe. „Wir sind zum vierten Mal dabei, weil der Besucherandrang in den Vorjahren groß war und sich der Besuch der Messe auch nachträglich in den gestiegenen Bestellungen zeigte“, sagt Andreas Sacher.

Die Mauerdoktoren der MVVB aus Lauchhammer sind ebenfalls zum vierten Mal dabei, weil sie in den Vorjahren gute Erfahrungen gemacht haben. „Die Nachfrage nach unserer Häusertrockenlegung und der Beseitigung von Schimmel ist in den letzten Jahren vor allem im Seenland gestiegen“, berichtet Geschäftsleiterin Ann Christin Bickmeier. Mit Prospekten, Bildern und geschultem Personal wollen sie nicht nur Neukunden beraten, sondern auch für Bestandskunden Ansprechpartner bleiben.

Die Mitarbeiter vom Renovierungsfachbetrieb Schwuchow aus Ortrand reisen mit Türen, Treppen und Fenstern im Gepäck nach Cottbus. „Uns gibt es schon seit 25 Jahren und seit einiger Zeit besuchen wir auch die Messe. Das Auto zu packen ist für uns ein routinierter Handgriff“, erklärt Geschäftsführerin Simone Schwuchow. Auf der Messe wollen sie den Kundenkontakt pflegen, Werbung machen und als Ansprechpartner bereitstehen.

Angela Jankowski von der Heu Bastel Bude aus Schipkau indes möchte ihr altes Handwerk weitergeben. Seit knapp 20 Jahren stellt sie alle möglichen Figuren, wie Kutschen, Pferde und Fahrräder aus Heu auf Bestellung her und bietet Kurse für Vereine und Schulen an, die diese Kunst ebenfalls erlernen wollen. „Geht nicht, gibt’s für mich nicht. Deshalb möchte ich das Interesse bei Neukunden wecken, Aufträge an Land ziehen und meine Kontakte pflegen“, sagt sie.