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| 16:14 Uhr

Konjunkturumfrage der IHK
Lausitzer Firmen geht’s gut wie nie

Die beiden Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammern, Marcus Tolle (Cottbus) und Detlef Hamann (Dresden) haben am Dienstag in Senftenberg die Ergebnisse der Konjunkturumfrage vorgestellt.
Die beiden Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammern, Marcus Tolle (Cottbus) und Detlef Hamann (Dresden) haben am Dienstag in Senftenberg die Ergebnisse der Konjunkturumfrage vorgestellt. FOTO: LR / Jan Augustin
Senftenberg. Der Streit um den Kohleausstieg und der Fachkräftemangel trüben das Stimmungshoch aber. Von Jan Augustin

Dem Strukturwandel zum Trotz sind die Chefs von Lausitzer Firmen überwiegend zufrieden mit der Geschäftslage ihrer Unternehmen. Das ist ein Ergebnis der gemeinsamen Konjunkturumfrage von den Industrie- und Handelskammern (IHK) Cottbus und Dresden, die am Dienstag in Senftenberg vorgestellt worden ist. Demnach schätzen 56 Prozent der Unternehmen ihre Lage als gut ein, 38 Prozent sprechen von einer befriedigenden Situation. Sechs Prozent sagen, es geht ihnen schlecht. An der Umfrage haben sich 565 Firmen aus der sächsischen und brandenburgischen Lausitz beteiligt.

Die blendende Stimmung in der Lausitzer Wirtschaft umfasst alle Bereiche, wird aber insbesondere durch die Industrie und von einem Baugewerbe im Allzeithoch getragen. „Allein von Januar bis August dieses Jahres hat der Umsatz im verarbeitenden Gewerbe – in Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern – um 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 9,3 Milliarden Euro zugelegt“, bestätigt der Dresdner IHK-Hauptgeschäftsführer Detlef Hamann. Diese Entwicklung hat auch den Arbeitsmarkt boomen lassen, sagt Marcus Tolle, IHK-Chef in Cottbus. „Und dieser Boom hält weiter an.“ Seit 2010 seien mehr als 23 000  Jobs entstanden.

Jedoch: Mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen haben auch angegeben, dass sie den Mangel an geeigneten Arbeitskräften als größtes Risiko für die weitere positive Entwicklung einschätzen.

Zur Verunsicherung tragen laut IHK auch die aktuellen Diskussionen um die Zukunft des Braunkohleabbaus, der Energieerzeugung und anderer Produktionsstandorte bei. Sorgen bereiten zudem die handelspolitischen Rahmenbedingungen. Die Geschäftsaussichten haben sich daher getrübt. Nur noch 14 Prozent der Unternehmer, statt wie 20 Prozent im Frühjahr, erwarten eine bessere Entwicklung als bisher. 71 Prozent sagen, der Geschäftsverlauf bleibt gleich. 15 Prozent sehen pessimistischer in die Zukunft. Hauptsächlich in der Industrie sei die Skepsis spürbar gestiegen. Lausitz Seite 2