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| 20:24 Uhr

Verband investiert sieben Millionen Euro
In Tettau entsteht Brandenburgs größtes Wasserwerk

Am Donnerstag ist Richtfest für den Erweiterungsbau des Wasserwerkes in Tettau gefeiert worden.
Am Donnerstag ist Richtfest für den Erweiterungsbau des Wasserwerkes in Tettau gefeiert worden. FOTO: WAL / Steffen Rasche
Tettau. Der Wasserverband Lausitz investiert rund sieben Millionen Euro. Für den Erweiterungsbau ist jetzt Richtfest gefeiert worden. Von Jan Augustin

Der Wasserverband Lausitz (WAL) hat am Donnerstag Richtfest für einen Erweiterungsbau des Wasserwerkes in Tettau gefeiert. Mit der neuen Anlage soll sich die Aufbereitungskapazität von bisher 23 000 Kubikmeter pro Tag auf 43 000 Kubikmeter annähernd verdoppeln. Der WAL investiert dort nach eigenen Angaben rund sieben Millionen Euro. Das Land Brandenburg fördert diese Maßnahme mit rund 1,4 Millionen Euro. Das hat WAL-Verbandsvorsteher Roland Socher am Donnerstag bestätigt. „Tettau beheimatet dann das mit Abstand größte Wasserwerk Brandenburgs“, sagt der Verbandschef stolz.

Der WAL bezieht zur Spitzenbedarfsdeckung seit dem Jahr 2005 Trinkwasser aus dem nunmehr zum Energieversorger Leag gehöhrenden Wasserwerk in Schwarze Pumpe. Zur Ablösung dieser bergbauabhängigen Trinkwasserversorgung, die vertragsgemäß im kommenden Jahr endet, sei es notwendig geworden, die eigene Aufbereitungskapazität deutlich zu erhöhen, erläutert Roland Socher. Ein großer Teil des in Tettau aufbereiteten Trinkwassers wird zum sächsischen Nachbarn, dem Trinkwasserzweckverband Kamenz (TZV) geliefert. Gemäß einer im Jahr 2016 getroffenen Vereinbarung beteiligt sich der TZV an der Investition in Tettau, erläutert Roland Socher. Die Bau-Aufträge sind größtenteils an regionale Unternehmen gegangen. Die Firma WBB Bau und Beton aus der Nähe von Weimar hat den Baukörper der neuen Aufbereitungsanlage in zehnmonatiger Bauzeit errichtet. Für die technische Ausrüstung sorgt die Firma WKS Technik aus Dresden, und die neue Aufbereitungshalle kommt von Züblin aus Hosena. Die Steuerungs- und Automatisierungstechnik liefert Siemens Berlin. Die Firma Rohr- und Tiefbau Lauchhammer hat die bauvorbereitenden Arbeiten ausgeführt.

Die neue Aufbereitungskapazität soll im nächsten Frühjahr in Betrieb gehen. „Damit steht dann auch für den nächsten Super-Sommer genügend Trinkwasser für unsere Kunden zur Verfügung“, verspricht Roland Socher.