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| 11:28 Uhr

Immer mehr erneuerbare Energien
Bayern bauen nächsten Solarpark in Lauchhammer

Wo einst Kohlebriketts hergestellt wurden, steht nun auf dem Gelände der ehemaligen Brikettfabrik 64 - 65 in Lauchhammer ein 14 Hektar großer Solarpark.
Wo einst Kohlebriketts hergestellt wurden, steht nun auf dem Gelände der ehemaligen Brikettfabrik 64 - 65 in Lauchhammer ein 14 Hektar großer Solarpark. FOTO: Mirko Sattler
Lauchhammer. Auf einer Industriebrache in Lauchhammer ist ein riesige Photovoltaikanlage gebaut worden. Von Jan Augustin

Die Dimensionen sind beträchtlich: Auf der Industriebrache im Westen der Stadt Lauchhammer hat das bayerische Unternehmen Envalue im Februar einen Solarpark gebaut, der so groß ist wie etwa 15 Fußballfelder. Auf 14 Hektar Land verteilen sich die schräg angestellten und optimal Richtung Sonne ausgerichteten Solarmodule. Die installierte Leistung soll bei Inbetriebnahme bei 8,81 Megawatt liegen. Anfang Mai soll der erste Strom ins Netz fließen. Das hat Envalue-Geschäftsführer Josef Niederländer jetzt bestätigt. Die Investitionskosten für den Bau betragen nach seinen Angaben rund neun Millionen Euro. Fördermittel für den Bau habe es nicht gegeben. Das Unternehmen profitiert aber vom Zuschlag der Bundesnetzagentur: 7,7 Cent gibt es für die Produktion einer Kilowattstunde. Diesen Tarif wollte das bayerische Unternehmen unbedingt auch in Lauchhammer erzielen. Der Park war deshalb im Februar in Akkordarbeit fertiggestellt worden - ansonsten wäre der Förderbetrag „deutlich abgesenkt worden“, erklärt Josef Niederländer. Die Stadtverordnetenversammlung Lauchhammer musste eigens in einer Sondersitzung grünes Licht geben und kurzfristig den nötigen Bebauungsplan beschließen. „Hier wurde hervorragende Arbeit geleistet“, lobt Niederländer. Wäre der Park nicht rechtzeitig fertig geworden, „hätten wir eine Alternative in Landshut/Bayern gehabt, wo wir den Zuschlag verbaut hätten“, erläutert Niederländer. „Eine Gewerbesteuer wäre für die nächsten 20 Jahre nicht zu erwarten gewesen“, betont der Geschäftsführer. So aber sei nach einigen Jahren Anlaufzeit eine Gewerbesteuer im fünfstelligen Bereich möglich. Arbeitsplätze entstehen vorerst nicht direkt, sagt er. Sie entwickeln sich in der Regel später - meist im Bereich Wartung des Solarparks und Pflege der Grün- und Ausgleichsflächen.

Die Envalue GmbH aus dem bayerischen Hofkirchen betreibt zehn Solarparks im Süden des Oberspreewald-Lausitz-Kreises. Gründer und Initiator ist Josef Niederländer, der nach eigenen Angaben bereits Hunderte Photovoltaik-Projekte aller Größenordnungen verwirklicht hat.

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung steigt seit Jahren stetig an - auch im Oberspreewald-Lausitz-Kreis. Im vergangenen Jahr ist sie laut Netzbetreiber Mitnetz auf ein Rekordniveau von 846 Megawatt (MW) geklettert. Den größten Teil mit 473 MW macht demnach die installierte Leistung durch Windkraftanlagen aus. Die Sonnenenergie schafft es auf 359 MW. Insgesamt stehen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz 1303 Solaranlagen jeder Größe.