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| 20:00 Uhr

Wirtschaft
Auf Stippvisite im „Süden“ – Unternehmensbesuche des Landrates fortgesetzt

Ulf Zink (m.), Werksleiter der Voigt und Schweitzer Lausitz GmbH & Co. KG in Großräschen, führt seine Gäste Bürgermeister Thomas Zenker, Landrat Siegurd Heinze sowie die Wirtschaftsförderinnen der Stadt Großräschen bzw. des Landkreises Cornelia Wobar und Bärbel Weihmann (v.l.) durch die Betriebsstätte des Unternehmens.
Ulf Zink (m.), Werksleiter der Voigt und Schweitzer Lausitz GmbH & Co. KG in Großräschen, führt seine Gäste Bürgermeister Thomas Zenker, Landrat Siegurd Heinze sowie die Wirtschaftsförderinnen der Stadt Großräschen bzw. des Landkreises Cornelia Wobar und Bärbel Weihmann (v.l.) durch die Betriebsstätte des Unternehmens. FOTO: Landkreis OSL
Seenland. OSL-Landrat Siegurd Heinze setzte seine traditionellen Unternehmensbesuche fort. Gemeinsam mit Bärbel Weihmann vom Bereich Wirtschaft und Förderung der Kreisverwaltung besuchte er Unternehmen in Schwarzheide, Großräschen und Großkmehlen.

Sichtlich stolz zeigt I E T Industrie Elektrotechnik-Geschäftsführer Michael Grotz auf der Europakarte seine Einsatzgebiete. Ob Deutschland, Ukraine, Dänemark oder Spanien: Die individuellen Einzellösungen des kleinen Handwerksunternehmen aus Schwarzheide sind europaweit begehrt. Die Bandbreite der angebotenen Leistungen reichen von Elektroinstallationsleistungen über Mess-, Steuer-, und Reglungstechnik bis hin zu Kabeltragsystemen und Beleuchtungsanlagen. 2002 gegründet, befindet sich der Unternehmenssitz des aktuell mit sieben Beschäftigten in der Elektroinstallation tätigen Unternehmens seit 2009 in Schwarzheide.

Verzinken innerhalb von 48 Stunden nach Auftragserteilung – mit diesem Alleinstellungsmerkmal weiß die Voigt und Schweitzer Lausitz GmbH & Co. KG mit ihrem Werk in Großräschen seine Kunden zu überzeugen. „Der Markt ist heiß umkämpft, aber unsere Kunden wissen die Qualität, den Service und unsere Liefertreue zu schätzen“, berichtet Werkleiter Ulf Zink seinen Gästen, zu denen auch Bürgermeister Thomas Zenker zählte.

Um den hohen Qualitätsansprüchen der Kunden gerecht zu werden, geben 98 Mitarbeiter im Drei-Schicht-System täglich ihr Bestes. Für die europaweit tätige mittelständische Unternehmensgruppe ist Großräschen ein wichtiger Standort. 21.000 Tonnen Stahl werden hier im Jahr oberflächenveredelt. Die ZINQ-Gruppe schützt mit Ihren 36 Standorten in Deutschland, Benelux und Polen jährlich über 500.000 Tonnen vor Korrosion. 2001 hat die ZINQ-Gruppe in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer einen eigenen Ausbildungsberuf ins Leben gerufen – den Verfahrensmechaniker/-in für Beschichtungstechnik, Schwerpunkt Feuerverzinken – und füllt mit den eigenen Auszubildenden jährlich eine gesamte Berufsschulklasse. Auch am Standort in Großräschen werden regelmäßig Verfahrensmechaniker ausgebildet. Bei erfolgreichem Abschluss ist die Übernahme garantiert. Und auch mit einer weiteren Besonderheit weiß das Werk im „wirtschaftlichen Herzen“ von Großräschen aufzuwarten: Firmengründer Robert Voigt wurde Namenspatron für die Anschlussstraße zum Industriegebiet Woschkower Weg in Großräschen.

Geschäftsführer der Schornsteinbau Stange GmbH, Heinz Stange (2.v.l.) erklärt Landrat Siegurd Heinze (li.) die einzelnen Bauteile eines Schornsteins.
Geschäftsführer der Schornsteinbau Stange GmbH, Heinz Stange (2.v.l.) erklärt Landrat Siegurd Heinze (li.) die einzelnen Bauteile eines Schornsteins. FOTO: Landkreis OSL

Der erste Weg führte Landrat Siegurd Heinze in Begleitung vom Schipkauer Bürgermeister Klaus Prietzel und Wirtschaftsförderin Bärbel Weihmann allerdings nach Meuro zum K + K Meisterservice. Zentralheizungs- und Lüftungsbaumeister Lutz Korbin leitet gemeinsam mit Inhaberin Manja Klix die Geschäfte in der Senftenberger Straße. Seit 2002 besteht das Haustechnikunternehmen mit insgesamt sechs Mitarbeitern, das regional, aber auch bundesweit tätig ist. Spezialisiert hat sich der K + K Meisterservice allerdings auf den „Dachs“ – ein modernes förderungsfähiges Blockheizkraftwerk, welches Strom und Wärme erzeugt und überschüssige Energie in das öffentliche Netz einspeist. Bereits 15 dieser Systeme hat die Firma in der Region verbaut. So heizen beispielsweise die Grundschule in Annahütte oder die Kita in Klettwitz innovativ mit dem „Dachs“.

Beendet wurden die Unternehmensbesuche im Süden direkt an der sächsischen Landesgrenze bei der Firma Schornsteinbau Heinz Stange GmbH in Großkmehlen, die Landrat Siegurd Heinze gemeinsam mit dem Ortrander Amtsdirektor Kersten Sickert empfing. Seit mittlerweile 25 Jahren ist der Traditionsbetrieb mit seinen zehn gewerblichen Mitarbeitern deutschlandweit im Schornsteinbau tätig. Neben den klassischen Hausschornsteinen zählen zudem Arbeiten an der heutigen Mercedes-Benz-Arena in Berlin oder der Eissporthalle in Dresden zu den Referenzen der Firma, die 90 % ihrer Bauteile von regionalen Firmen bezieht. Dennoch spürt auch das Familienunternehmen den Fachkräftemangel. „Aufgrund der nicht immer einfachen Arbeitszeiten ist es schwierig Facharbeiter zu finden“, erklärt Geschäftsführer Heinz Stange. Trotzdem sieht er zuversichtlich in die Zukunft. Einige Geschäftsanteile wurden bereits an seinen Sohn übergeben, der in naher Zukunft die Firma leiten wird. Auch die Schwiegertochter ist im Büro des Unternehmens tätig.

(jje)