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Winter sorgt im Januar für Hunderte neue Arbeitslose

Lars Albrecht, Leiter der Arbeitsagentur Senftenberg.
Lars Albrecht, Leiter der Arbeitsagentur Senftenberg. FOTO: Feller
Senftenberg. Winterbedingt ist die Arbeitslosigkeit im Bereich der Geschäftsstelle Senftenberg der Agentur für Arbeit auf jetzt 4768 Personen angestiegen. Die Quote ist im Januar um 0,8 auf jetzt 11,8 Prozent angewachsen (vor einem Jahr waren es 5443 Personen und 13,2 Prozent). Manfred Feller

Mit diesem Wert bildet der Süden des Landkreises Oberspreewald-Lausitz mit Guben und Forst wieder das Schlusslicht im Agenturbezirk Cottbus. Lübbenau liegt mit 9,9 Prozent nur knapp unter der zweistelligen Marke.

Im Januar haben sich im OSL-Süden 912 Personen neu arbeitslos gemeldet. Davon sind 458 aus der Erwerbtätigkeit gekommen und weitere 183 aus der Ausbildung beziehungsweise aus einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Im Gegenzug, so der Senftenberger Agenturleiter Lars Albrecht, haben 575 Frauen und Männer die Arbeitslosenstatistik verlassen. Davon sind allerdings nur 114 in eine neue Beschäftigung gewechselt.

Der Agentur sind im Januar allerdings auch 172 freie Stellen gemeldet worden. Das sind mehr als in den beiden Vormonaten. Die unbesetzten Arbeitsplätze summieren sich damit auf 682. Die Liste jener Berufe, in denen Fachkräfte gesucht werden, wird länger. Dazu gehören unter anderem auch Sozialpädagogen, Fliesenleger, Bauzeichner, Zahntechniker, Maler, Informatiker, Softwareentwickler und Schlosser.

Der Zuwachs an Arbeitslosen spiegelt sich in allen Gruppen wider - bei den Männern (jetzt 2698), bei den Frauen (2070), den bis zu 25-Jährigen (193), den über 50-Jährigen (2059), den Langzeitarbeitslosen (2322) und bei den Ausländern (235).

Im gesamten Landkreis Oberspreewald-Lausitz sind derzeit 6690 Personen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Quote von 11,2 Prozent (12,5 Prozent vor einem Jahr). Ohne eine Beschäftigung sind allerdings viel mehr als diese Frauen und Männer. Dabei handelt es sich um aktuell 1959 Personen, die unter die Kategorie Unterbeschäftigung fallen. Das heißt, sie werden nicht in der Arbeitslosenstatistik geführt, weil sie sich zum Beispiel in der beruflichen Eingliederung (443) oder in der Weiterbildung (365) befinden. Ohne diese Maßnahmen läge die Arbeitslosigkeit deutlich höher.