ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 20:22 Uhr

Gefahr auf Straße am Waldrand
Windböe lässt Birke auf Straße bei Tettau stürzen

Erneut ist ein Baum vom Waldrand auf den Radweg und die Fahrbahn der viel befahrenen Kreisstraße zwischen Lauchhammer und Tettau gestürzt. Einsatzkräfte der Feuerwehr haben die Verkehrsader beräumt. Eine Windböe hatte den Baum entwurzelt. Hier war im vergangenen Jahr eine Frau (75) von einem Baum erschlagen worden.
Erneut ist ein Baum vom Waldrand auf den Radweg und die Fahrbahn der viel befahrenen Kreisstraße zwischen Lauchhammer und Tettau gestürzt. Einsatzkräfte der Feuerwehr haben die Verkehrsader beräumt. Eine Windböe hatte den Baum entwurzelt. Hier war im vergangenen Jahr eine Frau (75) von einem Baum erschlagen worden. FOTO: Mirko Sattler
Lauchhammer/Tettau. Die Ortsverbindungsstraße zwischen Lauchhammer und Tettau bleibt bei starkem Wind offenbar eine gefährliche Problemzone.

Erneut ist am Freitagabend eine Birke am Waldrand zwischen Lauchhammer und Tettau durch eine Windböe entwurzelt worden und über den Radweg auf die Fahrbahn gestürzt. Auf der Verkehrsader ist zu dem Zeitpunkt niemand unterwegs gewesen.

Vor fast genau einem Jahr war hier bei einem Herbststurm ein Baum des angrenzenden Waldes auf eine Gruppe von Radlern gefallen. Eine Frau (75) wurde erschlagen. Die viel befahrene Straße war wegen der Gefahr umsturzgefährdeter Bäume zwar gesperrt worden. Viele Fahrer ignorierten dies aber. Mehrere Tage hatten die Ordnungsbehörden die Eigentümer der Waldstücke ausfindig gemacht und aufgefordert, den Windbruch zu beseitigen. Denn diese stehen rein rechtlich in der Sicherungspflicht. Nur für Alleen, also die unmittelbar die Straßenränder säumenden Bäume, sind die Baulastträger der Verkehrsadern zuständig. Während im Wald selbst von höherer Gewalt gesprochen wird, wenn ein umstürzender Baum jemanden verletzt oder tötet, ist die Schuldfrage bei tragischen Unglücken wie dem von Privatwald am Straßenrand zwischen Lauchhammer und Tettau ausgehenden Unfällen heftig umstritten. Vor allem seit den schweren Herbststürmen des vergangenen Jahres.

Am Freitagabend hatten nach Wochen extremer Trockenheit bereits stärkere Windböen genügt, um die Birke über den Radweg und die Fahrbahn stürzen zu lassen. Die Windstärke lag nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in der Lausitz um die Zeit bei maximal 30 Kilometern pro Stunde. Sven Wielk, Wehrführer der Ortrander Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort, bestätigt, dass der Wind heftig blies. Die Kmehlener Berge seien in den aufgewirbelten Staubwolken völlig verschwunden.

Die Wetter-Experten sagen für den heutigen Sonnabendnachmittag für die Lausitz auch steife Windböen bis zu Geschwindigkeiten von 53 Kilometern pro Stunde voraus.

Windböe macht Kreisstraße bei Tettau wieder unsicher FOTO:
(kw)