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| 02:49 Uhr

Wiehern wird leiser auf Pferdemarkt

Wenngleich die Anzahl deutlich zurückgegangen ist, waren Pferde wieder die Attraktion auf dem Arnsdorfer Bauernmarkt.
Wenngleich die Anzahl deutlich zurückgegangen ist, waren Pferde wieder die Attraktion auf dem Arnsdorfer Bauernmarkt. FOTO: Sattler/sam1
Arnsdorf. Der Pferde- und Bauernmarkt hat in Arnsdorf seit 25 Jahren Tradition. In den Anfangsjahren standen bis zu 100 Pferde auf dem Festplatz. Sattler/sam1

Heute hat sich der Pferde- und Bauernmarkt eher zu einer Pferde-Schau gewandelt. Der Handel und Tausch ist über die Jahre in den Hintergrund getreten. Für die Besitzer ist die Fachsimpelei wichtiger. Sie tauschen sich aus, was zu tun ist, wenn das Pferd nicht mehr richtig zieht oder lahmt. Schnäppchen kann man in Arnsdorf aber immer noch machen.

Ein Dutzend Pferde waren es bei der Jubiläumsausgabe des Bauernmarktes am Wochenende. "Früher wurden die Pferde teilweise schon Freitagabend gebracht und es war vom Warmblüter, Haflinger, Schwarzwälder, Apfelschimmel bis zum Pony alles dabei", weiß Arnsdorfs Dorfclubchef Rick Hoffmann. Heute dominiert das klassische Reitpferd auf dem Bauernmarkt. Dass Verkäufe direkt auf dem Markt die Ausnahme sind, bestätigen auch Armin Dausel und Mirko Krause. Der heute notwendige Pferdepass hat die Teilnehmerzahlen schrumpfen lassen, erzählt Dausel. Für ein betagtes Tier, das verkauft werden soll, wollen viele Eigentümer diese Investition nicht mehr tätigen.

Verkäufe sind die Ausnahme

Interessierte Pferdeliebhaber verschaffen sich auf dem Markt zwar einen Überblick, der eigentlichen Verkauf findet aber später privat statt. Armin Dausel selbst hat innerhalb der 25 Jahre Bauernmarkt insgesamt 30 Pferde verkauft. Seine Pferde Max (7), Moritz (7) und Peter (11), mit denen er zum Pferdemarkt gekommen ist, stehen gleichfalls nicht zum Verkauf. Zurückgegangen ist inzwischen auch die Nachfrage nach diversen Pferdeartikeln.

Alles rund ums Pferd

Das bekommt der 77-jährige Klaus Mörbe aus Bautzen an seinem mobilen Verkaufsstand auf dem Festplatz zu spüren. "Ich komme nur noch, weil die Anfahrt nicht so weit ist", sagt er. Der gelernte Schlosser hat in den Anfangsjahren nach der Wende noch Artikel für die Pferdezucht, wie zum Beispiel Gebisse, selber hergestellt.

Gut besucht waren beim diesjährigen Markt die bäuerlichen Wettbewerbe. Dazu gehörte das Kutschengeschicklichkeitsfahren. Viel Beifall gab es für den Auftakt am Freitagabend mit einer Wasser-Laser-Musik-Show. Die Uraufführung der Arnsdorfer Wasser-Sinfonie hat vor allem die Jugend begeistert.