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| 20:19 Uhr

Jäger gehen von Einzelgänger aus
Wieder Wolfsriss in Großkmehlen

Wieder ein Wolfsriss in Großkmehlen: Schafzüchter Mark Tischer und Jäger Siegmar Watzig begutachten den Schaden.
Wieder ein Wolfsriss in Großkmehlen: Schafzüchter Mark Tischer und Jäger Siegmar Watzig begutachten den Schaden. FOTO: Mirko Sattler
Großkmehlen. Genau 14 Tage nachdem der Wolf hinter der Blochwitzer Straße in Großkmehlen ein Schaf gerissen hat, ist er nun gut 600 Meter Luftlinie weiter, hinter dem Oberweg, wieder in Aktion getreten.

Diesmal hat Isegrim ein vierjähriges Mutterschaf gerissen, welches erst vor kurzem vom Besitzer zugelassen wurde, damit er sich im nächsten Jahr über Nachwuchs freuen kann. Die Schafweide hinter den Häusern war mit einem 90 Zentimeter hohen Elektrozaun gesichert.

„ Ich bin den gesamten Zaun abgelaufen. An keiner Stelle ist er defekt. Somit müsste der Wolf über den Elektrozaun gesprungen sein. Ich war immer noch der Überzeugung, dass der Wolf sich nicht so weit ins Dorf heran traut. Aber wenn ich Augenzeugen höre, die sagen, das der Wolf des Nachts auf der Dorfstraße entlang spaziert, glaube ich es nun“, so der betroffene Schafzüchter Mark Tischer, der nun nur noch drei Schafe hat. Die anderen drei Schafe sind bis auf ein Nachbargrundstück geflüchtet und haben sich in Sicherheit gebracht.

Während Jagdpächter der Umgebung vom ersten Riss am 27. Oktober von einem Rudel ausgehen, so nehmen sie diesmal an, dass es der schon mehrmals gesehene Einzelgänger gewesen sein könnte. „Beim ersten Riss ist nichts übrig geblieben. Diesmal jedoch wurde das Schaf nur ausgefressen“, so Jäger Siegmar Watzig. Bis in den Nachmittag hinein musste der Schafbesitzer auf den Wolfsbeauftragten aus Berlin warten, der den Riss begutachtete. Er bestätigte anhand des Kehlbisses und der Bissspuren, dass es sich um einen Wolfsriss handelt.

(sam)