Damit ist er einer von nur drei landwirtschaftlichen Betrieben, die sich in diesem Jahr im Landkreis OSL daran beteiligen. Im Süden ist er der einzige Hof.

"An den zwei Tagen können die Besucher unseren Hof besichtigen. Neben Hühnern und Kücken, gibt es wieder Schweine, ein Kälbchen und Ziegen zu sehen", macht Thomas Domin Lust auf einen Rundgang. Seit 1997 führt er den Hof seines Vaters.

Wie jedes Jahr hat Thomas Domin auch diesmal wieder ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Auf einem kleinen Handwerker- und Bauernmarkt gibt es nicht nur frische landwirtschaftliche Produkte, sondern auch allerlei für den Kleingarten.

Heimisches zum Essen bietet Thomas Domin an den Verpflegungsständen an. Fast komplett verzehren die Besucher am Sonnabend zwei je 55 Kilogramm schwere Grillschweine, die Roland Mank zubereitet hat. "Ich grille bei der Landpartie zum elften Mal. Über die Jahre haben wir festgestellt, dass zwei Drittel der beiden Grillschweine über den Ladentisch gehen. Der Rest wird für Kesselgulasch und Feuerfleisch verwendet", sagt der 58-Jährige. Dass die Gäste die Grillschweine so mögen, mag auch an der speziellen Gewürzmischung und an der Zubereitung liegen. "Bei einem Grillschwein ist auf die richtige Hitze und auf den Wind zu achten. Den Geschmack bringt die Würzmischung, die mein Geheimrezept ist." Mehr verrät der Peickwitzer nicht.

Woher die Borstentiere kommen, konnten die Besucher der Landpartie auch gleich noch sehen. In einem Stall im hinteren Bereich des Hofes liegen sie zufrieden grunzend im Stroh.

Leider stehen in diesem Jahr die Kühe schon auf der Weide. In einer Ausstellung wurde vor allem den ganz kleinen Besuchern erklärt, dass es keine lila Kuh gibt und dass auch braune Kühe weiße Milch geben.

"Wir sind jedes Jahr hier, weil wir aus Peickwitz kommen. Hier treffen wir Leute, die man nur selten sieht. Gelegentlich kaufen wir auch im Hofladen von Thomas Domin ein", verrät Hans-Jürgen Schwabe. Er ist mit seiner Frau Elke bereits auf dem Nachhauseweg.

Ebenfalls jedes Jahr ist Familie Eschler bei den Domins zu Gast. "Wegen der geselligen Atmosphäre sind wir stets mit dabei. Das Fleisch aus dem Hofladen schmeckt gut, weshalb wir auch ab und an mal hier etwas kaufen", sagt Annegret Eschler, die sich mit anderen Besuchern gerade den Schweinestall anschaut.

Bei den kleinen Tieren hält sich der vierjährige Konrad Lodig auf. "Die Kücken sind so niedlich. Ich war auch schon reiten, bin mit dem Trecker mitgefahren und habe mir eben die Schweine angeschaut", verrät der Steppke aus Bautzen.

Leider seien wegen des angekündigten Regenwetters am Sonnabend sicher einige potenzielle Besucher zu Hause geblieben, die ansonsten gekommen wären, nennt Thomas Domin einen Grund, warum dieses Mal nicht ganz so viele Gäste gekommen sind. Diejenigen, die sich umgesehen und gekostet haben, haben den Weg nach Peickwitz nicht bereut.