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| 22:12 Uhr

Frage 2 an die Landratskandidaten in Oberspreewald-Lausitz
Wie machen Sie Oberspreewald-Lausitz für das Alter fit?

Senftenberg. Die Menschen zwischen Altdöbern und Ortrand werden immer älter und weniger. Der demografischen Herausforderung muss sich auch der Landkreis stellen.

Der OSL-Kreis altert, und sie mit. Was tun Sie, um OSL unter diesem Aspekt zukunftsfähig zu machen?

Diese provokante Frage haben wir dieses Mal den drei Landrats-Kandidaten gestellt. Die Menschen im Oberspreewald-Lausitz-Kreis werden aber nicht nur älter, sondern auch immer weniger. Amtsinhaber Siegurd Heinze (parteilos) sowie die beiden Herausforderer Matthias Mnich (Linke) und Sven Schröder (AfD) haben ihre eigenen Ansätze, wie sie diese demografische Herausforderung angehen wollen. Den Vorhersagen des Statistikamtes Berlin-Brandenburg zufolge schrumpft OSL bis zum Jahr 2030 auf eine Einwohnerzahl von etwas mehr als 97 000. Aktuell leben hier rund 112 000 Menschen - 1990 waren es noch 165 000. Sollten die Prognosen für 2040 eintreten, hätte sich die Bevölkerungszahl innerhalb von 50 Jahren fast halbiert. Der Landrat kann als Verwaltungschef Einfluss nehmen auf diese Entwicklung. Ihm obliegt eine Fülle an Aufgaben. Er ist unter anderem politischer Repräsentant des Landkreises, tritt als untere staatliche Verwaltungsbehörde auf, koordiniert die Zusammenarbeit der Behörden in seinem Landkreis im Sinne des Gemeinwohls und ist als Leiter der kommunalen Verwaltung des Landkreises gleichzeitig oberster Kommunalbeamter. Er ist stimmberechtigtes Mitglied im Kreistag und hat die Rechts-, Sonder- und Fachaufsicht über die kreisangehörigen Kommunen und Körperschaften des öffentlichen Rechts inne. Zudem ist er verantwortlich für die Beteiligungen des Landkreises. Der Landrat wird für eine Dauer von acht Jahren gewählt.

Die Antworten der drei Bewerber:

Siegurd Heinze (parteilos):

Vom Geburtenhotel des Klinikums Niederlausitz in Lauchhammer über die verschiedensten Bildungsangebote in unseren inzwischen 84 Kindertagesstätten sowie bei Tagesmüttern als auch in den unterschiedlichen Schulformen haben unsere Kinder, unsere Zukunft. alle Möglichkeiten, eine gute Entwicklung zu nehmen.

Ergänzend sorgen etwa die beiden Netzwerke für gesunde Kinder und die Familienberatungsstellen oder aber Angebote der Jugendsozialarbeit für eine enge Begleitung von Familien. Im Übrigen trägt die derzeit gut laufende Konjunktur mit attraktiven Arbeitsplätzen, verfügbares Bauland oder erschwinglicher Wohnraum dazu bei, dass OSL als familien- und kinderfreundlicher Landkreis dasteht.

Matthias Mnich (Die Linke):

Von der Zeit strukturell hoher Arbeitslosigkeit seit der Wende schlägt das Pendel nun in die Gegenrichtung und lässt Handwerk und Mittelstand, Gastronomie und Dienstleistungsunternehmen bis hin zur öffentlichen Verwaltung händeringend qualifizierten Nachwuchs suchen. Es muss uns gelingen, junge Leute zu motivieren, hier in der Region zu bleiben. Vielleicht gelingt es uns auch, einige Auswanderer zur Rückkehr zu bewegen. Dafür müssen wir aber die Rahmenbedingungen schaffen, die junge Familien brauchen. Wir müssen aber auch diejenige Infrastruktur sichern und ausbauen, die ältere Menschen benötigen. Schwerpunkte dafür sind eine gesicherte ärztliche Versorgung im ganzen Landkreis und ein ÖPNV, der sicherstellt, dass jede Rentnerin und jeder Rentner zum Arzt und auch wieder nach Hause kommen.

Sven Schröder (AfD):

Ich reife und gewinne an Erfahrung. Der Landkreis wird verjüngt durch Zukunftspolitik.