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| 01:14 Uhr

Wie eine Ausstellung entsteht

Großräschen.. Überraschte Gesichter haben Renate Eichapfel und ihre Kollegen von der IBA in den vergangenen Wochen häufiger gesehen.

Während die Mitarbeiter der „Zeitmaschine Lausitz“ eine alte Industriehalle in der Seestraße in Großräschen zu einem riesigen Ausstellungsraum umfunktionierten, hätte ihnen öfter jemand neugierig über die Schulter geschaut. Genau das ist das Anliegen der „Zeitmaschine“ : „Work in progress“ (Arbeit in der Entwicklung) - diesem Motto fühlt sich Herbert Schirmer, Kopf der Ausstellung, verpflichtet. Jeder soll beobachten können, wie die Zeitreise durch die Industriegeschichte der Region entsteht, die im April 2004 in den IBA-Terrassen ihren festen Platz finden soll.
Was bis jetzt in der alten Industriehalle steht, sieht allerdings schon ziemlich vollendet aus. Riesige Wände aus Spanplatten haben die IBA-Leute zusammengezimmert und auf den 1300 Quadratmeter verteilt. Unter anderem dienen die Holzplatten als Hintergrund für Fotos von Rudolf Hartmetz, der in den Parklandschaften von Fürst Pückler auf die Suche nach Motiven gegangen ist. Außerdem haben sich die Zeitmaschinen-Mitarbeiter im Fundus der Neuen Bühne Senftenberg bedient und in einem Teil der Werkhalle Requisiten ausgestellt. „Mephisto im Revier“ lautet der Titel für einen Teil der Lausitz-Exposition. In den nächsten Wochen sollen auch noch die letzten leeren Ecken in der Werkhalle mit Exponaten bestückt werden.
Ansprechen wollen die Initiatoren nicht nur das breite Publikum: „Wir bemühen uns, Schulen hierher zu bekommen“ , so Herbert Schirmer. Er sieht in dem Querschnitt durch die Vergangenheit eine Möglichkeit, die Jugendlichen mit ihrer unmittelbaren Geschichte vertraut zu machen. Für Mitte August hat er Schulleiter aus ganz Brandenburg eingeladen, um sie an Ort und Stelle von einem Besuch mit ihren Klassen zu überzeugen. (hüc)
Besucher sind bis Oktober täglich zwischen 10 und 18 Uhr in der Seestraße 64 willkommen.