Hauptangriffspunkte für ihn seien die unvollständige Gästeliste für einen so bedeutsamen Tag und die Auswahl der Redner. Er vermisste Vertreter des einstigen Runden Tisches, den letzten Geschäftsführer des Synthesewerkes, den ersten frei gewählten Bürgermeister und Abgeordnete der ersten Stunde. Dagegen werden die städtischen Verdienste des ehemaligen Landratstellvertreters Bernd Leubner, der beim Festakt gesprochen hat, bezweifelt.
Bürgermeister Bernd Hübner kann die Kritiken nicht nachvollziehen: „Das war eine dem Tag angemessene und würdige Veranstaltung.“ Die Idee dazu hatte die CDU-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung. Die anderen Fraktionen stimmten zu. Gemeinsam wurden der Festakt vorbereitet und die Gäste eingeladen.
Aus Sicht des Bürgermeisters hätten noch andere Persönlichkeiten reden müssen, doch mehr war in der einen Stunde nicht möglich. Das Chemieunternehmen war durch den ersten Nachwendegeschäftsführer vertreten. Mit den Pfarrern Lutz Breitenbach und Christian Pabel sind wichtige Akteure des Runden Tisches dabei gewesen.
„Wir nehmen die Hinweise dankend entgegen“ , reagiert Gerd Budich von der CDU-Fraktion auf die Kritiken. Für den Parlamentschef steht dennoch fest, dass es eine gelungene Veranstaltung war. „Alle einzuladen geht nicht. Dann hätten alle Schwarzheider kommen müssen, weil jeder die Entwicklung der Stadt mitgeprägt hat“ , so Gerd Budich. Auf der Gästeliste standen 250 Personen, „die etwas für die Stadt tun oder sie repräsentieren“ . Alle anderen waren zum Fest auf dem Wasserturmplatz willkommen. Was den ehemaligen Landratstellvertreter angehe, so habe dieser mit der Stadt in Bildungs-Standortfragen zusammengearbeitet. Und der erste frei gewählte Bürgermeister hätte mit seiner Gattin kommen können, die geladen war. Gerd Budich verweist auf die Neujahrsempfänge, zu denen auch nicht alle eingeladen werden können. Hier habe es noch nie Kritik gegeben. (mf)