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Werner Blaschke aus Lauchhammer ist bei Mutter Natur zu Hause

Lauchhammer. Der Naturschutz im Süden des OSL-Kreises ist seit Jahrzehnten eng mit dem Namen Werner Blaschke verbunden. Der Lauchhammeraner, in Dresden geboren, begeht heute seinen 80. mf

Geburtstag. Viel Wind um seine Person mag der gelernte Herrenmaßschneider überhaupt nicht. Doch heute muss er sich viele Gratulanten gefallen lassen. Die SPD-Landtagsabgeordnete Gabriele Theiss aus Schwarzbach wird dazugehören: „Wir brauchen solche Menschen, die sich uneigennützig für die Gesellschaft engagieren.“

Besonders angetan haben es dem Jubilar von Kindesbeinen an die gefiederten Freunde in der Natur. „Schuld daran ist mein damaliger Biologielehrer“, schmunzelt er. Zu Beginn habe er die Vogelwelt aus Interesse beobachtet und die Gesänge den Arten zugeordnet. Später hat der Hobby-Ornithologe für wissenschaftliche Untersuchungen und Programme gearbeitet. Die professionelle Tätigkeit begann er während seines ersten Besuches in der Naturschutzlehrstätte Müritzhof im Jahr 1960.

Seit 1974 ist Werner Blaschke Ortsnaturschutzbeauftragter in Lauchhammer. Die Stadt würdigte sein unermüdliches Engagement vor zwölf Jahren mit der Ehrenbürgerwürde.

Schon frühzeitig hatte er erkannt, dass man Naturschutz organisieren muss. „Im Alleingang erreicht man nichts, man muss sich Verbündete suchen. Nur dann sind Erfolge möglich“, ist eine seiner bis heute geltenden Maximen. In diesem Sinne hatte er ab den 1970er-Jahren nicht nur im Naturschutzaktiv Lauchhammer/Grünewalde mitgearbeitet, sondern später und bis heute im Nabu-Regionalverband Senftenberg. Sein Wissen habe er über viele Jahre an Kinder und Jugendliche weitergegeben. Stolz mache ihn, wenn seine ehemaligen Schüler heute besser sind als ihr Lehrer.

Bekannt ist Werner Blaschke vor allem als Storchenbetreuer geworden. 1974 hat er diese Aufgabe übernommen. Die schwankende Storchenpopulation mit sinkender Tendenz bereite ihm Sorgen.

Gern ist Werner Blaschke in Tagebaulandschaften unterwegs. Für Flora und Fauna sei es oft hilfreich, wenn einige Bergbauflächen, von der notwendigen Sicherheit abgesehen, ihren Charakter behalten. Wie die Geigerschen Alpen, für die er mehr als 20 Jahre gerungen habe.