| 02:57 Uhr

Wenn der Jäger nicht mehr schießt

Manfred Feller
Manfred Feller FOTO: M. Behnke (DC)
Kommentar. Ich war nie Jäger und möchte auch nie einer werden. Aber was wäre, wenn alle Grünröcke ihre Flinte ins Korn werfen würden? Bis auf den Wolf hätten die großen Wildtiere keine natürlichen Feinde mehr. Manfred Feller

Säbelzahntiger gibt es noch nicht wieder, aber Bären vielleicht bald. Die Wildschweine würden noch mehr Feldkulturen vernichten, Wiesen und Gärten umgraben und noch öfter rottenweise durch die Siedlungen spazieren. Niemand könnte sie aufhalten. Wenn ja, womit, wenn nicht geschossen wird? Auf allen Überlandstraßen gilt des nachts Tempo 50. Es herrscht permanent die höchste Wildwarnstufe. Wird doch ein armes Tier überfahren, dann bleibt es liegen. Der Fuchs darf ungehindert die Tollwut verbreiten. Und die Waschbären haben sich derart vermehrt, dass sie mittlerweile als Haustiere gehalten werden. Natürlich in der Waschküche, wo sie sich mehr schlecht als recht um die Wäsche kümmern. Wer das alles nicht möchte, der sollte ganz einfach die Jäger und deren Arbeit respektieren.

manfred.feller@lr-online.de

Artikel zum Kommentar: Ansitz unterm Hintern geklaut