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Weniger Spender kommen zur Blutentnahme

Schwester Martina legt bei Ilona Hörig (69) aus Ruhland die Kanüle an. Seit ihrem 20. Lebensjahr ist sie Blutspenderin.
Schwester Martina legt bei Ilona Hörig (69) aus Ruhland die Kanüle an. Seit ihrem 20. Lebensjahr ist sie Blutspenderin. FOTO: Sattler/sam1
Senftenberg. Das neue Blutspendejahr hat auch im Landkreis Oberspreewald-Lausitz begonnen. Die ersten Termine waren am Freitag der vorigen Woche in Senftenberg und Ruhland. Die Bilanz für das vergangene Jahr sieht nicht ganz so gut aus: Die Anzahl der Spender ist ein wenig zurückgegangen. Manfred Feller

Nach einem schweren Verkehrsunfall oder bei einer größeren Operation benötigen die Betroffenen unter Umständen sehr viele Blutkonserven. Dadurch relativiert sich ein gut besuchter Blutspendetermin in Großräschen, Lauchhammer, Ruhland, Schipkau, Schwarzheide, Ortrand oder Senftenberg sehr schnell. Das Spenderblut muss deshalb das ganze Jahr über kontinuierlich sprichwörtlich in Strömen fließen.

Sehr viele Erstspender dabei

Im Jahr 2016 sind im Landkreis Oberspreewald-Lausitz 152 Blutspendetermine des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) angeboten Worten. "Dabei sind insgesamt 7150 Spenden entnommen worden. Es waren 329 Erstspender darunter", informiert Susanne von Rabenau vom DRK-Blutspendedienst Nord-Ost. Zu den Terminen waren durchschnittlich 47 Frauen und Männer gekommen.

Im gesamten Land Brandenburg werden vom DRK in jedem Jahr rund 2100 Blutspendetermine angeboten. Dabei werden ungefähr 100 000 Vollblutspenden entnommen.

"Im Vergleich zum Jahr 2015 ist die Spenderzahl leicht zurückgegangen. Diese Tendenz ist auch bundesweit zu beobachten", stellt Susanne von Rabenau fest. Allerdings habe es im Landkreis Oberspreewald-Lausitz auch einige Spendentermine weniger gegeben.

In diesem Jahr 2017 plant der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost mit 7500 Einzelspenden zwischen Lübbenau und Ortrand, also mit deutlich mehr als 2016. Angestrebt wird auch, dass sich die Spenderanzahl je Termin auf durchschnittlich 50 leicht erhöht. Von den Städten und Gemeinden des Landkreises erfahre das Rote Kreuz eine sehr gute Unterstützung hinsichtlich des Bereitstellens von geeigneten Räumen.

"Sehr positiv haben sich 2016 die Erstspenderzahlen im Landkreis entwickelt. Sie sind gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Hier sehen wir einen Erfolg der Aktionen ,Spender werben Spender' und ,Begrüßungsgeschenk für Erstspender', mit denen der DRK-Blutspendedienst seit Februar 2016 wirbt", sagt Susanne von Rabenau. Blutspender, die Erstspender mitbringen, erhalten als Dankeschön eine DRK-Editionstasse, Erstspender bekommen eine Aufmerksamkeit zusammen mit interessanten Informationen zur Blutspende.

Auch in diesem Jahr startet der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost mit zwei Aktionen in das neue Jahr: Seit dem 2. Januar und bis zum 24. Februar können Blutspender an der Verlosung einer viertägigen New-York-Reise zum Weihnachtseinkauf teilnehmen. Gewinner sind aber in erster Linie jene Menschen, die das Spenderblut dringend brauchen, so Susanne von Rabenau.

Außerdem heißt der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost seine Erstspender ab dem kommenden Monat mit dem Informationsheft "Meine Blutspende" willkommen. Das informative Büchlein ist ein wichtiger Begleiter und soll den Neuspendern einen optimalen Einstieg in dieses lebenswichtige Thema geben. Darüber hinaus hält der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost mit dem Infoheft für die ersten zwei Blutspenden innerhalb von zwölf Monaten als Dankeschön eine Überraschung bereit. Wer eine dritte Blutspende in diesem Zeitraum leistet, erhält zudem einen Gesundheitscheck, bei dem zusätzliche Blutwerte untersucht werden. Diese werden allgemein generell bei allen Spender untersucht. Und über die Ergebnisse wird selbstverständlich informiert.

Zum Thema:
Blut kann gespendet werden: am 10. Januar von 15 bis 19 Uhr in der Wandelhofgrundschule Schwarzheide, am 11. Januar von 15 bis 19 Uhr in der Oberschule Lauchhammer-Mitte, am 21. Januar von 9 bis 12 Uhr in der Oberschule Ruhland und am 26. Januar von 8.30 bis 12 Uhr im Leag-Verwaltungsgebäude (Sitz der Bergbausaniererin LMBV) in der Knappenstraße in Senftenberg.