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Fotowettbewerb Senftenberg Hobbymeteorologen
Jury kürt schönstes Wetter-Foto 

Die Jury begutachtet die einzelnen Bilder ganz genau. 70 von ihnen werden demnächst im Senftenberger Rathaus ausgestellt.
Die Jury begutachtet die einzelnen Bilder ganz genau. 70 von ihnen werden demnächst im Senftenberger Rathaus ausgestellt. FOTO: Richter-Zippack
Senftenberg. Für den Fotowettbewerb der Senftenberger Hobbymeteorologen wurden diesmal 199 Motive eingereicht. Das sind zwar weniger als im Vorjahr, die sind jedoch von höherer Qualität.

Wann gibt es denn so etwas? Füchse neben Rotkehlchen. Regenbögen neben Gewitterwolken. Verschneite Bäume neben dem sommerlichen Stadthafen. Am Donnerstag war alles dies zu sehen im Senftenberger Ratssaal. Keine Frage, hier sind ordnende Augen und Hände gefragt. Eine siebenköpfige Jury wählt aus 199 Fotos von 33 Autoren ihre Favoriten aus. Schließlich soll am 19. Februar (17 Uhr) im Senftenberger Rathaus der zwölfte Fotowettbewerb der Senftenberger Hobbymeteorologen eröffnet werden. Diesmal lautet das Thema „Lausitz-Wetter und Natur“.

Sabine Petermann und Rudolf Kupfer führen in der Jury das Zepter. Die beiden Hobbyfotografen wählen gemeinsam mit den Meteorologen Jürgen Tremmel, Steffi Lange (beide vom Deutschen Wetterdienst) sowie Arne Spekat vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung die schönsten Bilder aus. Hinzu gesellen sich Beate Erler vom Nabu-Regio­nalverband Senftenberg sowie Elke Rößiger aus dem Senftenberger Kulturamt. Die Stadt Senftenberg ist bereits seit 15 Jahren Gastgeberin für diesen Ausscheid. Diesmal werden 70 Fotos auf mehreren Rathaus-Etagen zu bewundern sein.

Darüber hinaus warten mehr als ein Dutzend Preise. Wer diese abstaubt, obliegt ganz der Meinung der Jury. „Natürlich spielt das Bauchgefühl eine wesentliche Rolle“, erklärt Rudolf Kupfer, Vorsitzender des Freundeskreises der Hobbymeteorologen Senftenberg, ein Kriterium. „Man muss auf das Bild schauen und sagen: Klasse, das ist etwas ganz Besonderes.“ Darüber hinaus, so ergänzt Sabine Petermann, spielten Motive, Farben, Proportionen, natürlich das Motiv selbst und nicht zuletzt der Gesamt­eindruck maßgebliche Rollen.

Viele Teilnehmer, die jüngsten kommen aus dem Senftenberger Hort „Mittendrin“, der älteste mit fast 93 Jahren ist Journalist Hans Hörenz, präsentieren verschiedenste Naturaufnahmen. Erstaunlich sind die vielen Tierbilder. Das Repertoire reicht von Marienkäfern, über Schmetterlinge und Sperlinge bis zu „Meister Reinecke“, einen jungen Fuchs. Hinzu gesellen sich prächtige Sonnenauf- und Untergänge, Herbst- und Winterlandschaften sowie Aufnahmen aus der Dämmerung, wahlweise mit und ohne Sternenhimmel. „Wir haben diesmal zwar weniger Bilder, dafür in den Aufnahmen viel mehr Qualität“, stellt Rudolf Kupfer fest.

Arne Spekat begeistert sich indes für ein eher unscharfes Motiv. Es zeigt einen Menschen von hinten mit Schirm im strömenden Regen. „Schon der Mut des Fotografen, solch ein Bild einzureichen, verdient Respekt“, begründet der Klimaforscher. Mehr noch: „Wäre das Bild klar und deutlich, hätte es nicht mehr diese Faszination.“

Meteorologe Jürgen Tremmel verweist indes auf ein Foto, das einem Lausitzer in der Nähe von Dresden gelungen ist. Es zeigt die untergehende Sonne. Eigentlich nichts besonderes, wäre da nicht der geheimnisvoll wirkende Grünstrahl auf der Sonne. „So etwas habe ich noch nie live gesehen“, sagt Tremmel.

Am Donnerstagnachmittag stehen dann zwar sämtliche Preisträger fest. Das Geheimnis, wer gewonnen hat, wird aber erst am 19. Februar gelüftet. Dazu erhalten alle 33 Teilnehmer eine Einladung.