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Weniger Ausbildungsverträge in Südbrandenburg

Ein Turm aus Styropor-Bausteinen, der den ohne Fachkräfte zusammenbrechenden Arbeitsmarkt symbolisieren soll, wird am 31.05.2011 bei einer Demonstration vor dem Arbeitsministerium in Berlin aufgebaut.
Ein Turm aus Styropor-Bausteinen, der den ohne Fachkräfte zusammenbrechenden Arbeitsmarkt symbolisieren soll, wird am 31.05.2011 bei einer Demonstration vor dem Arbeitsministerium in Berlin aufgebaut. FOTO: Stephanie Pilick (dpa)
Senftenberg. In der Lausitz sind in diesem Jahr bisher weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen worden als im Vorjahr. Das hat Wirtschafts-Staatssekretär Hendrik Fischer am Samstag in Senftenberg kritisiert. Wird der Fachkräftemangel noch schlimmer? bob

"Der Arbeitsmarkt in der Westlausitz hat großes Potenzial." Mit diesen Worten hat Hendrik Fischer (SPD), Staatssekretär im Brandenburger Wirtschaftsministerium, am Samstag die Ausbildungsmesse des Wachstumskerns Westlausitz in Senftenberg eröffnet. Er lobte das Engagement des Wachstumskerns, möglichst viele Fachkräfte in der Region halten zu wollen.

"Doch bedauerlicherweise bilden zu wenige Betriebe junge Menschen aus. Das gilt besonders für sehr kleine Firmen. Und leider entscheiden sich auch weniger junge Leute für eine duale Ausbildung", kritisierte der Staatssekretär. "Gleichzeitig wächst unsere Wirtschaft und Fachkräfte sind so gefragt wie lange nicht mehr", so Fischer weiter. Diese Problematik sei in Südbrandenburg sogar noch drängender als im übrigen Brandenburg: Hier wurden 2017 bislang weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen als im Vorjahr. "Deswegen ist diese regionale Veranstaltung auch so wichtig, um noch stärker für die duale Ausbildung zu werben."

Die Ausbildungsmesse in der Westlausitz bietet den Rahmen für Unternehmen und potenzielle Auszubildende, sich miteinander auszutauschen. Schüler können sich über interessante Berufsbilder informieren, Unternehmen für ihre Ausbildungsplätze werben.