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| 12:50 Uhr

Oberspreewald-Lausitz
Weniger Asylunterkünfte im Landkreis

Der Landkreis trennt sich von weiteren Unterbringungskapazitäten im Bereich Asyl. Eines der Objekte, aus denen sich die Verwaltung in diesem Jahr zurückziehen wird, ist der Wohnverbund Schipkau.
Der Landkreis trennt sich von weiteren Unterbringungskapazitäten im Bereich Asyl. Eines der Objekte, aus denen sich die Verwaltung in diesem Jahr zurückziehen wird, ist der Wohnverbund Schipkau. FOTO: Landkreis
Senftenberg. Weil die Zahl der asylsuchenden Personen auch 2018 weiter sinkt, trennt sich der Landkreis Oberspreewald-Lausitz von Unterkünften in Schipkau und Kittlitz. Von Josephine Japke

Sieben asylsuchende Personen hat der Landkreis Oberspreewald-Lausitz im Jahr 2018 aufgenommen und damit seine Pflicht für dieses Jahr bereits erfüllt. Aus diesem Grund zieht sich der Landkreis von Unterkünften im Bereich Asyl zurück und setzt damit seinen eingeschlagenen Kurs weiter konsequent fort.

Konkret ist die Schließung des Wohnverbundes in der Schipkauer Rosa-Luxemburg-Straße mit knapp 180 Plätzen vorgesehen. Auch die Herausnahme der ehemaligen Förderschule Kittlitz, die mit etwa 100 Plätzen weiter als Reserveunterkunft dienen sollte, wird angestrebt, teilt Kreis-Sprecherin Sarah Werner weiter mit.

Die derzeit 50 Plätze im Wohnverbund der Wequa in Lauchhammer werden ebenfalls reduziert. Zudem sollen die Kapazitäten der übrigen kreisweit verteilten Wohnverbünde und Wohnungen unter Berücksichtigung des Betreuungsschlüssels nach und nach angepasst werden.

Im Ergebnis soll die Kapazität der Unterkünfte des Landkreises Oberspreewald-Lausitz bis zum Jahresende auf etwa 700 Plätze reduziert werden. Zum Vergleich: Zu Beginn des vergangenen Jahres hielt der Landkreis noch etwas mehr als 1600 Plätze vor. Ein Teil der Plätze wird auch weiterhin als Reserve für asylsuchende Personen dienen. Die schon im Leistungsbezug befindlichen asylsuchenden Personen werden auch weiterhin untergebracht.

Zuletzt verabschiedete sich der Landkreis im vergangenen Jahr nach kurzer Nutzung bereits vom Standort im ehemaligen Baumarkt in Brieske (Senftenberg). Die Gemeinschaftsunterkunft in der alten Förderschule in Kittlitz (Lübbenau/Spreewald) wurde ebenfalls leergezogen. Bereits zu Jahresbeginn 2017 erfolgte der Rückzug aus der Gemeinschaftsunterkunft auf dem Grundstück von Spreewaldbauer Ricken in Vetschau/Spreewald.

Hat die Zentrale Ausländerbehörde des Landes Brandenburg (ZABH) dem Landkreis zu Hochzeiten im Jahr 2015 mehr als 1200 Personen zugewiesen, so waren es zuletzt in 2017 nur noch 134. Damit wurde selbst das Niveau vor Beginn des Flüchtlingszuzugs nach Deutschland unterschritten. Dieses lag 2013 bei 261 Personen.