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Weitere Verkehrswege am See bald flott

Simone Schökel und Jörg Vogelsänger lassen sich von Familienpark-Chef Norbert Noack (v.l.) informieren. Hier wird weiter in die Infrastruktur investiert.
Simone Schökel und Jörg Vogelsänger lassen sich von Familienpark-Chef Norbert Noack (v.l.) informieren. Hier wird weiter in die Infrastruktur investiert. FOTO: str1
Großkoschen. Auf dem heißen Pflaster am Eingang zum Familienpark Großkoschen am sonnigen Senftenberger See, der Mutige mit 19 Grad Celsius Wassertemperatur derzeit durchaus ins kühle Nass lockt, setzt der nächste Winter den Seenland-Verband bereits heftig unter Druck. Mit dem freudig erwarteten Förderbescheid über 331 928,37 Euro hat sich Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) gestern höchststelbst hierher auf den Weg gemacht. Kathleen Weser

Denn der in die Jahre gekommene Radweg nach Großkoschen soll nach 44 Jahren nun erneuert werden. Parkplätze werden befestigt, dem Staub wird mit sattem Grün der unkontrollierte Aufstieg genommen. Nach der Saison am See, die gerade erst richtig in Fahrt kommt, soll kräftig investiert werden - unterstützt aus dem europäischen Fördertopf der ländlichen Entwicklung. Auch der weitere Ausbau des Promenadenweges durch den Familienpark zum See, an dem der neue Fahrradverleih bereits in Betrieb gegangen ist, startet dann. Die Finanzspritze dafür liegt schon seit dem vergangenen Jahr bereit. Das Zeitfenster zwischen dem Abschluss der laufenden und der nächsten Saison am Senftenberger See ist eng, schätzt auch der Minister ein.

Die Planer des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg (LSB) arbeiten auf die Punktlandung hin. Das versichert Volker Mielchen, der Verbandsvorsteher. Mit zufriedenem Blick auf das gewichtige Finanzpapier, das in einer Mappe mit dem Brandenburger Adler akkurat verpackt ist, erklärt Volker Mielchen: "Wir helfen auch künftig gern mit, die europäischen Mittel arbeiten zu lassen." Etwa zehn Millionen Euro fließen in Brandenburg im Monat aus diesen Töpfen ab, erklärt Vogelsänger - immer komplettiert mit Eigenmitteln aus der Region. Simone Schökel, die zuständige Expertin in der Landesbehörde in Luckau, überzeugt sich am Senftenberger See gestern selbst vom Einsatz der Gelder. Der Familienpark ist ein wichtiger touristischer Anziehungspunkt im Lausitzer Seenland. Das Geld schafft aber auch mehr Lebensqualität für die Einheimischen. Die Radwege werden neu geordnet. Und die Wurzeln, die sich nach oben gearbeitet haben und dadurch auch zur Gefahr werden, werden beseitigt. Stellplätze für die Gefährte der anreisenden Badelustigen sind gefragt. Die Hauptverkehrsader zum Hafencamp wird so überarbeitet, dass die Tempo-30-Zone von Fahrzeugen und Radlern in beiden Richtungen bequem nutzbar bleibt. Für mehr Sicherheit für die Leute, die hier auf Schusters Rappen unterwegs sind, wird durch eine klare Trennung der Verkehrsflächen gesorgt. Der Radweg soll auf der Breite von einem Meter mit hellem Splitterasphalt abgegrenzt werden, um Kinder und langsame Fahrer zu schützen. Farne und Sträucher werten die Promenade bald optisch auf, machen aber auch die Campingstellplätze in der Nähe des Zaunes zur Straße zwischen der Rezeption des Familienparkes und des Hafencamps attraktiver. Baustart ist im späten Herbst.