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| 14:17 Uhr

Todesursache weiter unklar
Weitere Untersuchungen nach tödlichem Badeunglück

Der Tod eines Mädchen im Freibad von Großräschen beschäftigt die Ermittler weiter intensiv.
Der Tod eines Mädchen im Freibad von Großräschen beschäftigt die Ermittler weiter intensiv. FOTO: Uwe Hegewald
Cottbus/Großräschen. Die Todesursache einer Sechsjährigen, die vor einer Woche nach einem Unfall im Großräschener Freibad verstorben war, ist auch nach der Obduktion nicht zweifelsfrei geklärt.

Das nach einem Unfall im Großräschener Freizeit- und Erholungszentrum (FEZ) vor einer Woche verstorbene Mädchen (6) ist möglicherweiser gesundheitlich vorgeschädigt gewesen. Das bestätigt der Cottbuser Oberstaatsanwalt Horst Nothbaum. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das Mädchen an einem Herzfehler litt. Die genaue Todesursache konnte bei der am Donnerstag erfolgten Obduktion allerdings nicht zweifelsfrei geklärt werden, so Nothbaum. In der Lunge des Mädchen sei aufgrund der erfolgten Reanimation kein Wasser mehr gewesen. Nun sollen weitere Untersuchungen folgen. Ein Einwirken Dritter während des Badaufenthaltes schließt die Staatsanwaltschaft indes aus. Es wurden keine Spuren wie Hämatome gefunden, die darauf hindeuten könnten, dass das Kind zum Beispiel unter Wasser gedrückt wurde, erklärt der Staatsanwalt.

Das aus Afghanistan stammende Mädchen war am vergangenen Freitag leblos im Nichtschwimmerbecken des Freibades entdeckt worden. Nach einer Reanimation verstarb es am Abend im Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus.

Mehr als 700 Gäste sollen bei der Kindertags-Veranstaltung im Bad gewesen sein, davon etwa 500 Kinder, viele Eltern, Erzieher, ehrenamtliche Helfer und vier hauptamtliche Rettungsschwimmer. Die Staatsanwaltschaft prüft auch, ob jemand die Aufsichtspflicht verletzt hat.

(jag)