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| 01:36 Uhr

Weihnachtsmann in der Kinderklinik

Die kleine Maxime kann nach ihrer Behandlung im Arm ihrer Mutter Jenny Weiss wieder lächeln. Foto: Klinikum
Die kleine Maxime kann nach ihrer Behandlung im Arm ihrer Mutter Jenny Weiss wieder lächeln. Foto: Klinikum FOTO: Klinikum
Lauchhammer. Schon seit dem 15. Dezember war die kleine Maxime Antonett in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Lauchhammer.

Maxime ist zehn Monate alt und wurde auf Verdacht wegen einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert. “Sie hat mit ihrer großen Schwester Antonia (10) gespielt und ist dabei gestürzt„, berichtete Mutter Jenny Weiss. Die Gehirnerschütterung hatte sich nicht bestätigt, aber Maxime bekam plötzlich hohes Fieber. Bei einer Urinuntersuchung wurde festgestellt, dass sie eine bakterielle Harnwegentzündung hat, die medikamentös über eine Infusion behandelt werden musste.

Auch die große Tochter, Antonia Weiss (10), wurde erst vor kurzem in der Kinderklinik behandelt. “Obwohl es der Mutti selbst gesundheitlich auch nicht so gut ging, kam sie jeden Tag in die Kinderklinik, um für Antonia und Maxime da zu sein und sich um die beiden zu kümmern„, sagt Kinderkrankenschwester Kathrin. Jenny Weiss aus Schwarzheide ist alleinerziehend mit ihren beiden Töchtern. “Als ob ich es geahnt hätte, habe ich in diesem Jahr schon im September mit den Weihnachtsvorbereitungen begonnen und die ersten Geschenke besorgt.„ Zudem hatte Jenny Weiss am Heiligen Abend, auch noch Geburtstag. “Vor 30 Jahren am 24. Dezember bin ich hier im Klinikum in Lauchhammer geboren worden„, erzählt Jenny Weiss, die sich freut, dass Maxime Antonett die Klinik inzwischen wieder verlassen konnte.

Hendrik Karpinski, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin erzählt mit einem Lächeln: “Am Vormittag des 24. Dezember werden manche Kinder fast wundersam gesund und können dann nach Hause entlassen werden. Abends bleiben dann immer nur noch wenige Kinder übrig, glücklicherweise.„

Gerade den Heiligen Abend und die Weihnachtsfeiertage im Krankenhaus zu verbringen, falle vielen Patienten besonders schwer, da sie natürlich gern zu Hause bei ihren Familien sein möchten, so der Chefarzt. Vor allem für Familien mit Kindern, die aufgrund einer Krankheit die Klinik nicht verlassen können, sei das eine ungewohnte Atmosphäre und werfe meist plötzlich die ganzen Pläne für Weihnachten und die Vorbereitungen über den Haufen.

Am Weihnachtsabend versuchten Pflegekräfte und Ärzte des Klinikums Niederlausitz daher, allen Patienten den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. So hat es mit dem Abendessen eine kleine Aufmerksamkeit für jeden Patienten gegeben. In der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin kam dann sogar der Weihnachtsmann persönlich zu Besuch und verteilte Geschenke an die Kinder. pm/beo