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| 18:47 Uhr

Tipps vor dem Fest
Die Weihnachtstanne bleibtlange schick mit Trick 17

Die Nordmanntanne ist in der Lausitzer Gartenwelt von Thomas Adam in Großräschen besonders beliebt. Dieser 3,50 Meter hohe Baum passt jedoch nicht in jedes Wohnzimmer.
Die Nordmanntanne ist in der Lausitzer Gartenwelt von Thomas Adam in Großräschen besonders beliebt. Dieser 3,50 Meter hohe Baum passt jedoch nicht in jedes Wohnzimmer. FOTO: Josephine Japke / LR
Großräschen. Nordmanntanne und Blaufichte sind nach wie vor die beliebtesten Bäume fürs heimische Wohnzimmer. Von Josephine Japke

In der letzten Woche vor dem Fest geht die Suche nach dem ultimativen Weihnachtsbaum fürs häusliche Wohnzimmer in den Endspurt. Wer sein Prachtexemplar jetzt noch nicht gefunden hat, sollte schnell handeln. Denn wie jedes Jahr ist der Heilige Abend schneller da als man denkt.

Duftende grüne Nadeln, kerzengerade und dicht gewachsen und von langer Haltbarkeit soll der Baum sein: Das ist der Stoff, aus dem die vorweihnachtlichen Träume der meisten Kunden in der Lausitzer Gartenwelt von Thomas Adam in Großräschen gemacht sind. „Nordmanntannen sind mit Abstand die beliebtesten Weihnachtsbäume. Man kann sie gut schmücken, weil die Nadeln nicht piksen und bei der richtigen Pflege hat man auch noch im Januar etwas vom schönen Baum“, erklärt der Gärtnerei-Fachmann.

Von serbischen Fichten und Koreatannen, über die Rot- und Blaufichten bis hin zu Kiefern und Nordmanntannen hat er alles im Angebot. „Die kleinsten Nadelgewächse sind 80 Zentimeter hoch, die größten bis zu vier Meter. Beliebt sind Exemplare zwischen 1,75 und 2,20 Meter“, erklärt der Gärtner.

Schon ab dem ersten Adventswochenende gehen Weihnachtsbäume aller Art bei ihm weg wie gebrannte Mandeln auf den Weihnachtsmärkten. „Die Spitzenverkaufszeit ist allerdings der dritte Advent. Da der vierte Advent und Weihnachten in diesem Jahr auf einen Tag fallen, fehlt den Händlern, aber auch den Kunden, ein ganzes Wochenende, an dem sie Bäume shoppen können. Da wurde es am letzten Wochenende schon ziemlich stressig“, erklärt Thomas Adam.

Die letzten Kunden, so sagt er, stehen auch am Heiligabend noch panisch auf seiner Türschwelle und suchen einen Baum. Doch wer so spät einen Baum kaufen möchte, findet bei ihm nur „ausgesuchte Reste“. Also nicht mehr die schönsten, aber trotzdem ausreichend schöne Bäume. „Wer anspruchsvoll ist, sollte also rechtzeitig einen Weihnachtsbaum kaufen gehen“, erklärt Thomas Adam.

Von anspruchsvollen Kunden kann er ein Lied singen: „Es gibt immer diejenigen, die sich zehn Bäume vorführen lassen und am Ende doch keinen kaufen, weil an einer Stelle ein Ast fehlt oder ein Zapfen quer hängt.“ Umso mehr freut er sich über entspannte Kunden, denen es beispielsweise egal ist, ob ein Baum auf einer Seite ungleichmäßig ist, weil er eh an die Heizung gestellt wird. „Wieder andere Kunden kommen, sehen einen Baum und greifen zu“, stellt er fest.

Wer lange etwas von seinem Weihnachtsbaum haben will, für den hat Thomas Adam noch ein paar Tipps parat: „Heizungen aller Art sind für Nadelgewächse tödlich. Denn je wärmer der Raum ist, desto mehr Wasser verdunstet der Baum und trocknet schneller aus.“ Der Haarspray-Trick könnte also funktionieren, denn die Lackschicht auf den Nadeln hindert den Baum daran, Wasser zu verdunsten. Weihnachtsbaumständer mit Wasser helfen ebenfalls – aber nur minimal, weil abgeschnittene Bäume kaum noch Feuchtigkeit aufnehmen. „Allerdings sorgen diese Ständer für ein feuchteres Raumklima, weshalb sich der Baum auch länger hält“, sagt Thomas Adam. Wer seinen Baum ganz lange stehen lassen möchte, macht es wie der Profi und bewahrt ihn so lange wie möglich im Netz, kühl und feucht auf.

Thomas Adam ist stolzer Besitzer „der schönsten Nordmanntanne weit und breit“, wie er selbst sagt. Die wird aber erst am Morgen des 24. Dezember aufgestellt und von seinen zwei Kindern geschmückt. „Das ist bei uns einfach Tradition. Unsere Kinder sind zwar erwachsen, aber das lassen sie sich nicht nehmen. Genauso wie den Museumsbesuch am zweiten Weihnachtsfeiertag“, erzählt Thomas Adam und freut sich auf die Feiertage mit dem schönsten Baum und dem weltbesten Kartoffelsalat seiner Frau am Heiligabend.