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Wegestreit und Sportlersorgen

Kostebrau.. Einige handfeste Ärgernisse und Probleme lagen während der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates auf dem Tisch.

So störe viele Kostebrauer, dass die Verbindung von der Wischgrundstraße zur Karl-Liebknecht-Straße vor längerer Zeit von einem dort ansässigen Betrieb als Lagerplatz in Beschlag genommen worden und damit für die Öffentlichkeit unzugänglich ist. Deswegen habe es schon viele Beschwerden gegeben. Der betreffende Abschnitt sei eigentlich Teil des Rundwanderweges um Kostebrau, so Sybille Kerstan vom Ortsbeirat.
Festgestellt wurde jetzt, das der umstrittene Verbindungsweg kommunales Eigentum ist. Die Stadt könnte ihn also auch verkaufen, was wiederum für noch mehr Unmut bei den Einwohnern sorgen würde. Als Lagerplatz-Alternative wurde ein privates Grundstück in Betriebsnähe vorgeschlagen, jedoch von der Firma dankend abgelehnt. Der Brennstoffhandel beharre auf dem jetzigen Status quo, da ansonsten wirtschaftliche Folgen zu erwarten wären. Da scheint guter Rat teuer, soll beiden Interessenlagen genüge getan werden.
Eine baldige Lösung muss auch für das Sportplatzgebäude her. Die alten Raumzellen aus DDR-Zeiten erfüllen die heutigen Brandschutzbestimmungen nicht mehr. Draußen und drinnen muss Hand angelegt werden. Die Sanierungskosten für das „einzige kulturelle Zentrum“ in Kostebrau werden mit über 20 000 Euro beziffert. Für das Dorf und die Sportler zu viel. Einen großen Teil wollen sie aber durch eigene Mittel und Leistungen sowie mit Hilfe von Sponsoren selbst aufbringen. Den Rest, so der Wunsch, möge die Stadt als Eigentümerin hinzugeben. Ein entsprechender Antrag wurde gestellt. Mit der ersten Antwort sind die Kostebrauer nicht zufrieden. Demnach müsse die Stadt generell über die Zukunft einzelner Sportstätten entscheiden. Erst dann werde darüber befunden, wohin Geld fließt. Den Sportlern laufe allerdings die Zeit davon. Denn bis zum Jahresende müssen die Auflagen erfüllt sein. (mf)