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| 01:06 Uhr

Wegen Fachkräftemangel immer wichtiger: Fit bis zur Rente

Lauchhammer.. „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“ , sagt ein geflügeltes Wort. Um die Erhaltung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens am Arbeitsplatz ging es beim Workshop der Innopunkt-10-Kampagne, an der sich die Wequa GmbH beteiligt.

Unter dem Motto „Gesund und fit bis zur Rente“ wurden Möglichkeiten der Gesundheitspolitik in Unternehmen diskutiert.
Detlef Kuhn von der Zentrale für angewandte Gesundheitsförderung und Gesundheitswissenschaft erläuterte in seinem Vortrag die wirtschaftlichen Aspekte arbeitsnaher Gesundheitsförderung. Nicht nur eine Senkung des Krankenstandes, sondern auch eine höhere Motivation und Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer seien die Folgen entsprechender Maßnahmen. Diese müssten durch Geschäftsleitung, Mitarbeiter und Krankenkasse individuell für jedes Unternehmen erörtert und durchgeführt werden. Vor allem für ältere Arbeitnehmer sei die gesundheitsfördernde Gestaltung des Arbeitsplatzes von großer Bedeutung.
Hintergrund der Kampagne ist die demographische Entwicklung in Deutschland, die mittelfristig einen Mangel an jüngeren Fachkräften zur Folge hat. Die Kompetenzen berufserfahrener Mitarbeiter sollen demzufolge erkannt und gefördert werden.
Ein betriebliches Gesundheitsmanagement könne deshalb bestimmte Tendenzen des Krankenstandes frühzeitig erkennen und durch gezielte Maßnahmen wie eine ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes oder eine soziale Beratung der Mitarbeiter vorbeugend wirken. Jährliche Gesundheitschecks, vorsorgliche Grippeschutzimpfungen, altersspezifische Weiterbildung und Altersteilzeitmodelle nannte Detlev Kuhn als weitere Möglichkeiten der betrieblichen Gesundheitsvorsorge.
In welchem Maße dies in kleinen Unternehmen umsetzbar ist, bleibe weiterhin zu diskutieren. Das Tagesgeschäft lasse den meisten Geschäftsführern kleiner Firmen kaum Zeit und Raum für dieses Thema. Dennoch sei das Problem des demographischen Wandels in immer mehr Unternehmerköpfen ein Thema.
Christiane Worrak nennt als Beispiel die ITEC GmbH als ein kleines, innovatives Unternehmen mit etwa 15 Mitarbeitern. „Viele Unternehmer haben erkannt, dass sie mit ihrem Personal nicht auf Verschleiß fahren können“ , sagt die Innopunkt-Projektleiterin. Nur so könne ein Wissenstransfer zwischen jungen und älteren Mitarbeitern dauerhaft gewährleistet werden. Zusätzlich bedeute eine Senkung des Krankenstandes auch eine wirtschaftliche Ersparnis für das Unternehmen. (pma)