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| 09:14 Uhr

Folgen vom Dürresommer 2018
Waldbad Hosena sitzt fast auf dem Trockenen und wuchert zu

 Baden ist im Hosenaer Waldbad derzeit kaum mehr möglich. Lediglich Kleinkinder können dort noch etwas plantschen.
Baden ist im Hosenaer Waldbad derzeit kaum mehr möglich. Lediglich Kleinkinder können dort noch etwas plantschen. FOTO: Christian Wilke
Hosena/Großräschen. Die Freibäder im Seenland starten in die neue Saison. Erstmals gebadet werden kann wieder in Ortrand, im Waldbad Hosena hingegen sieht es für die aktuelle Badesaison düster aus. Von Torsten Richter-Zippack

Badegäste haben in diesem Jahr im Waldbad Hosena schlechte Karten. Der Stand ist abgezäunt. Warum, erklärt Pächter Christian Wilke so: „Zum einen ist der Wasserstand durch die 2018er-Dürre um anderthalb Meter abgesunken. Somit kann unser drei Meter hoher Sprungturm nicht mehr genutzt werden. Zum anderen wächst der Teich immer weiter zu, sodass kaum mehr Platz zum Baden bleibt.“ Nur noch an einer kleinen Stelle gehe es ins Wasser. Zumindest Kleinkinder können dort baden.

„Der Teich müsste unbedingt gekalkt werden, um das Pflanzenwachstum einzuschränken“, sagt Wilke. Nach Angaben des Senftenberger Stadtsprechers Andreas Groebe ist das Bekalken in diesem Jahr aufgrund der fehlenden wasserrechtlichen Genehmigung nicht möglich. „Dennoch sind auf dem Waldbad-Gelände Camper willkommen, ebenso Schulklassen“, sagt Christian Wilke, der auf dem Areal die Gastronomie betreibt.

Ortrander Freibad öffnet nach fünf Jahren

Das Standbad Lauchhammer-West öffnet traditionell zu Himmelfahrt wieder seine Türen. Nach Angaben von Besitzer René Kilias befindet sich der einstige Imbiss derzeit noch im Umbau. „Dort entsteht ein Eiscafé. Ich denke, dass wir es bis Mitte Juni geschafft haben“, kündigt Kilias an. Während der Vorsaison ist das Strandbad, das sich in einer alten Tongrube befindet, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, in den Sommerferien bis 20 Uhr.

Zum ersten Mal seit fünf Jahren lädt das Ortrander Freibad wieder Badegäste ein. Ein neu gegründeter Verein hatte die Einrichtung in mehreren Arbeitseinsätzen wieder auf Vordermann gebracht. Ab Juni ist das Bad nach Angaben von Bürgermeister Niko Gebel an sieben Tagen pro Woche jeweils von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Es gibt ein Schwimmerbecken mit Startblöcken sowie ein Nichtschwimmerbecken mit einer Breitrutsche. Dazu kommen Massagesprudel, Nackendusche und weitere Wasserattraktionen. Auf dem Gelände laden eine neue Volleyballanlage und demnächst auch zwei Tischtennisplatten ein. Zudem existiert mit der Parkteichschänke ein Imbiss.

Frei- und Strandbäder sind beliebt

Auch im Großräschener Freizeit- und Erholungszentrum (FEZ) ist wieder Baden und Schwimmen möglich. Nach Angaben des Leiters der Einrichtung, Uwe Schwingeweitzen, wurde im Winterhalbjahr in die Wasseraufbereitung, speziell in die Steuer- und Regeltechnik, investiert. Damit könne weiterhin eine hervorragende Wasserqualität gewährleistet werden.

Obwohl es in der Region zahlreiche neue Seen gibt, bevorzugen viele Badegäste dennoch die örtlichen Frei- und Strandbäder. Uwe Schwingeweitzen nennt die entsprechende Gründe: „Dort gibt es eine größere Sicherheit für die Gäste sowie eine gleichbleibende Wasserqualität. Nicht zuletzt profitieren gerade Familien mit Klein- und Kleinstkindern von den Angeboten der Bäder.“

Die Eintrittspreise haben sich in den Einrichtungen im Vergleich zum vergangenen Jahr nicht verändert.

In Großräschen zahlen Erwachsene zwei Euro, Kinder unter fünf Jahren haben freien Eintritt. In Ortrand ist eine Tageskarte für drei Euro zu haben. Im Strandbad Lauchhammer-West wird kein Eintritt verlangt, sondern eine Badestrand-Erhaltungsgebühr in Höhe von drei Euro. Ins Waldbad Hosena geht es gratis hinein.