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| 11:39 Uhr

Weck-Ruf

Die Apparate blubbern wieder. Auch die älteren Modelle aus verzinktem Blech. Peinlich gereinigte Gläser werden gefüllt mit den Gaben der Natur: Erdbeeren, Kirschen, Bohnen. Flüssigkeit knapp untern Rand. Und dann geht es ans, na„ Richtig: Ans Einwecken. Lothar Günther

Aber wieso eigentlich „Wecken“ “ Wird da erst jemand eingeschläfert, der dann wieder geweckt werden muss? Vitamine zum Beispiel. Oder Bakterien. Aufgeweckten Einweckern ist das weitgehend egal.
Die Idee für das Ganze hatten zwei Franzosen. „Erhitzte Nahrungsmittel, unter Luftabschluss aufbewahrt, halten sich.“ So einfach ist das. Nun musste bloß noch die Großerzeugung ermöglicht werden. Und da machte sich eine deutsche Firma verdient. Die J. Weck & Co. aus Öflingen in Baden. Und der flinke Volksmund hatte dann somit alsbald den Begriff „Einwecken“ für diese Art der Nahrungsmittelkonservierung geschöpft. In meiner sächsischen Heimat, wo man bekanntlich zur Vereinfachung der Sprache neigt, spricht man in diesem Zusammenhang auch vom „Einmachen“ . Was in anderen Landstrichen eine andere Bedeutung hat. Aber davon reden wir später mal an dieser Stelle. Dann geht's wirklich ans Eingemachte.