Bereits zum Jahreswechsel 2005/2006 war das Neues Wehr in der Schwarzen Elster im Senftenberger Ortsteil Buchwalde in Betrieb gegangen. Allerdings nur für kurze Zeit. Denn schon jahrelang ist die Anlage in unmittelbarer Nähe der Einmündung der Rainitza nicht in Funktion. Das soll sich nun ändern. Das Landesamt für Umwelt (LfU) benötigt das Wehr dringend für die Bewirtschaftung der Schwarzen Elster, insbesondere zur Wasserversorgung in Trockenzeiten, hieß es aus der Behörde während der jüngsten Deichschau. Um die Anlage endgültig in Betrieb nehmen zu können, fehlt aber nach Angaben von LfU-Sprecher Thomas Frey die wasserrechtliche Bauabnahme.

Wasser ist zu laut

Der Grund: Das Wehr verursache zu viel Lärm. Bereits im Jahr 2012 hatte ein Anwohner gegen den seiner Ansicht nach zu hohen Geräuschpegel interveniert. Der Buchwalder störte sich damals an den Tönen des Wassers, das die Wehranlage überströmt. Daraufhin hatte die Wasserbehörde die Genehmigung für den Wehrbetrieb zwar erteilt, allerdings mit der Auflage, schalltechnische Maßnahmen vorzunehmen. „Die bisher ergriffenen Lärmschutzmaßnahmen haben sich als nicht ereignet erwiesen“, gibt Thomas Frey den Sachstand wieder.

Einvernehmliche Lösung angestrebt

Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) hatte das Neue Wehr erbaut. Derzeit erfolgt eine gemeinsame Bewirtschaftung seitens der LMBV und des Landesamtes für Umwelt. Mittelfristig soll die Anlage an die Landesbehörde übergeben werden. Unmittelbar unterhalb des Neuen Wehres wird künftig der Ableiter der Restlochkette in die Schwarze Elster einmünden. LMBV-Sprecher Uwe Steinhuber kündigt an, dass es bis zu dessen Inbetriebnahme eine einvernehmliche Lösung bezüglich der Geräuschminderung geben soll. Wie diese konkret aussehen könnte, stehe noch nicht fest.

Das Neue Wehr, das aus drei fünf Meter breiten Feldern mit jeweils einem Doppelschutz als Absperr- und Regelverschluss besteht, befindet sich direkt gegenüber des Hauptsitzes der LMBV an der Knappenstraße (B 96). Die Anlage wurde als Ersatz für das alte abgerissene Amtsmühlenwehr errichtet. In diesem Zuge erfolgte die Vertiefung der Schwarzen Elster im dortigen Bereich.