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Wassergefährte für den Rucksack

Klaus Renner (links) präsentiert einem Gast den neuesten Schrei im Seenland: aufblasbare Surfbretter.
Klaus Renner (links) präsentiert einem Gast den neuesten Schrei im Seenland: aufblasbare Surfbretter. FOTO: Torsten Richter-Zippack/trt1
Geierswalde. Die Lufttemperatur beträgt knapp 23 Grad Celsius, das Wasser hat knapp zehn. Dennoch ist an diesem Sonnabend am Geierswalder Badestrand schon reichlich los. Torsten Richter-Zippack/trt1

Die meisten Gäste haben es sich in den Liegestühlen bequem gemacht und genießen die Sonne. Andere sitzen auch direkt am Sandstrand. Und einige Mutige wagen sich sogar ins Wasser. Allerdings nur mit den Füßen. Dazu gehört auch Klaus Renner, Inhaber der gleichnamigen Wassersportfirma. "Es zwickt nicht mehr ganz so doll an den Sohlen", klärt er schmunzelnd auf. Zu den Seenlandtagen präsentiert der urige "Seebär" den neuesten Schrei im Wasser-Freizeit-Spaß: aufblasbare Surfbretter. "Stand-up-Paddlings" heißen die flotten Gleitunterlagen auf neudeutsch. "Sie passen jetzt in einen normalen Rucksack und damit auch in jedes Auto", erklärt Klaus Renner.

Mit dem Saisonauftakt im Lausitzer Seenland zeigt er sich am Wochenende im Großen und Ganzen zufrieden. Da sich der April bislang von seiner sonnig-warmen Seite präsentiert hat, "kommen die Leute natürlich". Doch die Idee des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland, die Seenlandtage bereits Ende April zu veranstalten, hält der Senftenberger für wenig sinnvoll: "Der Juni oder Juli wären viel bessere Zeitpunkte. Dann sind viele Urlauber aus der Ferne hier, die die Attraktionen unserer Region weitertragen. Das würde den Leistungsanbietern mehr helfen", stellt der touristische Leistungsanbieter am Geierswalder See fest.

Dennoch sind bereits an diesem Apriltag am Strand auch Nichtlausitzer Dialekte zu vernehmen. "Wir kommen aus der Nähe von Dresden", bestätigt ein junger Mann. "Und das schon seit einigen Jahren. Wir sind quasi Stammkunden."

Das Stehpaddeln ist eine beliebte neue Trendsportart, die Interessierte am Geierswalder und auch am Senftenberger See erlernen können. Der Wasserspaß ist ohne Wellen und Wind möglich und in seinem Ursprung von polynesische Fischern erfunden worden, die sich stehend in ihren Kanus vor Tahiti bewegt haben.