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| 22:00 Uhr

Frage 4 an die Bürgermeisterkandidaten in Schipkau
Was ist das drängendste Problem in Schipkau?

Welches Problem brennt aus Ihrer Sicht derzeit in der Großgemeinde am stärksten? Wie wollen Sie es lösen?

Klaus Prietzel (CDU):
Die erfreuliche Entwicklung unserer Einwohnerzahl und die große Zahl der Geburten bringen uns dazu, weiter in unsere Kindertagesstätten und Schulen zu investieren. Dazu laufen derzeit intensive Vorbereitungen, alle Anträge sind auf den Weg gebracht. Eine weitere große Aufgabe ist die Schaffung von altengerechtem Wohnraum. Viele Mitbürger haben großes Interesse, ihren Lebensabend in optimalem Umfeld zu verbringen. Dafür müssen Angebote her. In Annahütte und Schipkau haben wir dazu Projekte auf den Weg gebracht. Angepackt sind die Erweiterung der Feuerwehr Meuro und die Sanierung des Kulturhauses Hörlitz. Weitere Themen sind für mich die Beherrschung des Grundwasserwiederanstiegs, die Annahütter Glaswerksiedlung und ein Baustandort für Einfamilienhäuser in Hörlitz, den wir entwickeln wollen.

Steffen Fiebig (parteilos):
Es gibt viele Probleme. Für mich ist eins davon die Straßenbeleuchtung. Defekte Leuchtmittel, ganze Straßenzüge stellenweise zu dunkel oder Komplettausfall kommen in den letzten Jahren immer wieder als Beschwerde auf meinen Schreibtisch. Ich glaube, dies sollten wir in der Gemeinde Schipkau in die Hand nehmen. Die kleinen Dinge häufen sich an und werden mit der Zeit zu einem großen Problem, welches im Endeffekt eine Kostenfrage ist. Es wird nicht alles auf einmal gelingen, man muss auch den Gemeindehaushalt im Auge behalten.

Ingo Hubatsch (AfD):
Die Kitas haben ihre Kapazitätsgrenzen im Grunde überall erreicht. Grund sind Fehlplanungen der Rot-Roten Landesregierung, die auf Geburtenrückgang setzte. Es gab aber in den letzten Jahren erfreulicherweise einen deutlichen Zuwachs an Neugeborenen und zwar ohne Zuwanderung von Migranten. Eine bedarfsgerechte Entwicklung von Kitas und auch Schulen ist also unabdingbar und schon begonnene Erweiterungsplanungen müssen zügig umgesetzt werden. Weiteren Handlungsbedarf sehe ich bei der Organisation unserer Feuerwehren und dem ausbaufähigen Zustand bzgl. der Lebensqualität für Senioren, Familien und Jugendliche in unserer Gemeinde. Denn Schipkau soll eine zukunftsfähige, familienfreundliche Mehrgenerationen-Gemeinde werden.

Sven Irrgang (SPD):
Ein „Großfeuer“ sehe ich aktuell nicht, aber viele Glutnester mit unterschiedlicher Brennkraft, um die ich mich als Bürgermeister kümmern möchte und werde. Wie? - Mit großer Transparenz, echter Bürgerbeteiligung, neuem Gemeinsinn, Wertschätzung für die Leistung des Einzelnen, Mut zur Wahrheit, einem klaren „Ja“ zu demokratischen Grundprinzipien, offener Kommunikation, Sinn für Gerechtigkeit, fairem Umgang miteinander, Hartnäckigkeit in der Sache, Klarheit im Detail, sensibler Wahrnehmung der Menschen, ihrer Sorgen und Bedürfnisse sowie Liebe zu unserer Heimat werden wir gemeinsam mit der Verwaltung und denen, die diesen Weg mit mir gehen wollen, viele „kleine Brände“ löschen – für eine moderne, zukunftsfähige, starke, leistungsfähige und liebenswerte Gemeinde, in der wir gut und gern leben.

Ringo Jünigk (Linke):
Fehlende Transparenz durch Schaffung von Transparenz! Zudem der schnellstmögliche Ausbau der Kitas und Schulen, um jedem Kind in der Gemeinde einen Platz anbieten zu können sowie die Ortsfeuerwehren (wieder) zu vereinen und eine lokale Werbekampagne zu kreieren, um den Nachwuchs in den Wehren zu fördern, sind die beiden größten Herausforderungen. Auch die Kita „Spielkiste“ im Ortsteil Klettwitz kann einen Anbau vertragen. Und für die beiden letztgenannten Punkte bringe ich als Kommunikationswirt das nötige Rüstzeug mit, denn „Kommunikation kann alles“.

Cornelia Müller (parteilos):
Die Gemeinde Schipkau muss sich stärker machen für die Gestaltung eines lebenswerten Umfeldes nach dem Rückzug des Bergbaus und diese Interessen bei den beteiligten Parteien stärker vertreten. Sonst verliert Schipkau an Attraktivität gegenüber den umliegenden Orten. Darüber hinaus darf Schipkau nicht die Chance verpassen, ein eigenes Profil zu entwickeln und sich in die touristische Entwicklung der Region einbringen. Dazu gehört auch, das Projekt des Schipkauer Kippenbalkons aufzugreifen und weiterzuentwickeln.

Darüber hinaus brauchen wir bessere Rahmenbedingungen für die Stärkung des Gemeinsinns und der Identifikation mit Schipkau. Das hält die Jugend im Ort und ist anziehend für neue Bürger. Dazu setze ich auf Maßnahmen für mehr Transparenz, Aufgeschlossenheit und Bürgernähe.