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| 01:34 Uhr

Warum Grünewald/Sella einen „kleinen Bürgermeister“ hat

Sella. Oft, wenn Ute Schmatloch in ihrer Eigenschaft als neue Bürgermeisterin von Grünewald/Sella unterwegs ist, dann hat die dreifache Mutter ihren jüngsten Sohn, Karl, mit dabei. Karl ist wie seine Mama ein ganz freundlicher Zeitgenosse, der oft und gerne lächelt und mit seinen viereinhalb Monaten jede Menge Charme verströmt. jw

Und weil er so oft bei den Terminen seiner Mama mit dabei ist, sei in Sella das geflügelte Wort vom „kleinen Bürgermeister“ geprägt worden, berichtet Ute Schmatloch schmunzelnd. Derweil brabbelt und lächelt Karl in aller Seelenruhe vor sich hin – er füllt den Posten als „kleiner Bürgermeister“ würdig aus. Ebenso wie seine Mama, Ute Schmatloch, die seit dem Herbst als Nachfolgerin von Gerhard Göbel im ehrenamtlich die Geschicke der Doppelgemeinde Grünewald/Sella übernommen hat.

Warum kandidierte die 40-Jährige Mutter von drei kleinen Kindern als Bürgermeisterin? „Ich bin 2004 nach Grünewald gezogen und wurde angesprochen, ob ich im Gemeinderat mitarbeiten wollte. Weil ich gern etwas bewege, habe ich zugesagt und später auch als Bürgermeisterin kandidiert“, beschreibt Ute Schmatloch bescheiden, warum sie sich der Herausforderung stellt. „Vor allem bin ich ja nicht alleine, ich habe mit meinen zwei Stellvertretern Andreas Kretzschmar aus Sella und Ullrich Pohling aus Grünewald und dem Gemeinderat die beste Unterstützung, falls es mal zeitlich richtig eng wird“, sagt die Bürgermeisterin. „Die Gemeindevertretung greift mir ordentlich unter die Arme, dann geht es schon“, so Ute Schmatloch. Und der Familie gefällt die verantwortungsvolle Tätigkeit der Mutti: „Wenn es hierher zur Sprechstunde geht, freuen sich meine Kinder schon. Manchmal bleiben sie in der Bibliothek oder auch hier im Bürgermeisterzimmer, da sind sie immer ganz aufgeregt“, berichtet Ute Schmatloch.

Bei der Kinderbetreuung für ihre Söhne, den fünfjährigen Richard und den dreijährigen Georg und natürlich den kleinen Karl, helfe ihr Ehemann kräftig mit: „Mit etwas Organisationstalent geht das schon“, sagt Ute Schmatloch, die sich für ihre Amtszeit wünscht, dass der Zusammenhalt der Orte Grünewald und Sella so bleibt und vielleicht sogar noch ein Stück intensiver wird. jw