Frank Holtrup ist begeistert. Wortgewaltig beschreibt er, was der Münsterländer am anderen Ende von Deutschland so richtig prima findet: „Nette Kollegen, die Lausitz ist eine spannende Gegend und ich bin froh, sie auf diesem Wege auch mal kennen gelernt zu haben.“ Der 27-Jährige studiert im siebten Semester Bauingenieurwesen mit der Spezialisierung Wasser- und Abfallwirtschaft.
In seinem Praxissemester, das er bei der WAL-Betrieb-Mutter Remondis in Lünen (Nordrhein-Westfalen) absolvierte, konnte er verschiedene Stationen in unterschiedlichen Orten Deutschlands besuchen, darunter auch knapp zwei Monate den Dienstleister WAL-Betrieb. Wobei „besuchen“ eigentlich am Thema vorbei geht, denn wie alle Praktikanten bekam auch Frank Holtrup eine konkrete Aufgabe. Er untersuchte und bewertete Altkanalbestände zur Schmutzwasserentsorgung. „Erstmal habe ich aus den Plänen die noch nicht sanierten oder erneuerten Kanäle zusammengestellt“ , beschreibt der künftige Bauingenieur seine Arbeit. Dann habe er eine Bewertungsmatrix entwickelt, um den Zustand der alten Leitungen in drei Kategorien einteilen zu können. Anhand dieser Einstufung des Bestandes kann der Betriebsführer des Wasserverbandes Lausitz dem WAL Vorschläge unterbreiten, wann welcher Kanal saniert oder ausgetauscht werden muss. „Die Arbeit von Frank Holtrup ist von großer Bedeutung für uns, denn im Zusammenhang mit der Investitionsplanung müssen wir entscheiden, welche Leitungen Priorität haben, dafür hat der Student die Grundlagen erarbeitet“ , schätzt Ulf Riska, Abteilungsleiter Recht/Personal/Öffentlichkeitsarbeit das Praktikumsergebnis ein.
Frank Holtrup freut sich, dass er das Projekt abschließen konnte. Vor allem ist für den Münsterländer wichtig, dass er gemeinsam mit den Fachingenieuren von WAL-Betrieb an einem wirklich benötigten Projekt arbeiten konnte und vernünftige Ergebnisse vorweisen kann. Denn Bestandteil der Arbeit ist nicht nur eine Prioritätenliste sondern auch die Vorarbeit zur Kostenschätzung über die voraussichtlich zu investierenden Mittel, um die insgesamt 9500 Meter Kanäle des Altbestandes wieder fit zu machen.