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| 02:47 Uhr

Warum Eberhard Krause Wähler nicht belogen hat

Ruhland. Eberhard Krause könnte in der neuen Legislaturperiode auf zwei Ehrenamtsposten gleichzeitig sitzen: als Bürgermeister von Ruhland und Stadtverordneter.

Doch das erlaubt der Gesetzgeber nicht, wohl aber, dass sich Amtsträger gleichzeitig als Volksvertreter-Kandidat aufstellen lassen können.

Eberhard Krause hat die Bürgermeister-Wahl klar gewonnen. Er erhielt am Sonntag 76,9 Prozent der abgegebenen 1576 gültigen Stimmen. Die Wahlbeteiligung in Ruhland lag allerdings bei dürftigen 46,2 Prozent. Der Kandidat war auch noch der einzige. Böse Zungen behaupten, es wollte niemand gegen Krause verlieren.

1998 hatte der parteilose Ruhlander gegen den Arnsdorfer FDP-Mann Hubert Pfennig gewonnen. Auch 2003 blieben die Mitbewerber chancenlos. Diesmal hat Eberhard Krause nach eigener Aussage erneut mit Konkurrenz gerechnet. "Da ich mir nicht sicher war, ob ich wieder gewinne, habe ich mich auch für den Unabhängigen Freien Wählerbund Ruhland als Kandidat für die Stadtverordnetenversammlung aufstellen lassen", sagt der nunmehrige Doppelgewinner. Doch es tauchte kein zweiter Bürgermeisterkandidat auf.

Eberhard Krause fuhr als UFW-Mann das beste Ergebnis aller 26 Bewerber um einen der 16 Parlamentsplätze ein. Doch sein Mandat wird er ablehnen, weil er ein unabhängiger, ehrenamtlicher Bürgermeister bleiben möchte. Für ihn rückt Peter Kotsch vom UFW nach.

Für Eberhard Krause ist aufgrund seiner zuvor genannten Begründung die Doppelkandidatur kein Betrug am Wähler. Anders bei den SPD-Bürgermeistern von Senftenberg, Andreas Fredrich, und Großräschen, Thomas Zenker, die für ihre Partei lediglich Stimmenfang betrieben und ihren festen Job nie für ein Ehrenamts-Kreistagsmandat aufgegeben hätten. mf