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| 02:43 Uhr

Wartezonen ganz nach Bürgerwunsch

Buswartebereich an der Henneckestraße.
Buswartebereich an der Henneckestraße. FOTO: Groebe/Stadt Senftenberg
Senftenberg. Der Bürgerhaushalt in Senftenberg ist eine Erfolgsgeschichte, die in Bautzen und Görlitz nun auch Schule macht. Aus dem Senftenberger Stadtteilfonds sind jetzt wunschgemäß neue Bushaltestellen finanziert worden. Und die Vorschlagsfrist für die neue Runde läuft. Kathleen Weser

Der Regenwasserhauptsammler in der Senftenberger Adolf-Hennecke-Straße ist erneuert. Zwei Buswartezonen, die von der Bürgerwunschliste stammen, sind jetzt auch aufgestellt. 3500 Euro sind dafür aus dem Stadtteilfonds des Bürgerhaushaltes geflossen. Das teilt Rathaus-Sprecher Andreas Groebe mit. Der Wunsch nach einer zweiten Seitenwand als zusätzlichem Schutz vor Nässe und Wind ist schon knapp vier Jahre alt. Der Eigentümer der Bushaltestellen hatte der Veränderung damals nicht zugestimmt. Doch im vorigen Jahr änderten sich die Besitzverhältnisse. Und der Vorschlag ist von Bürgern des Wohnquartiers erneut unterbreitet und auch abgestimmt worden. Mit Erfolg. Mit Fördermitteln und einem Eigenanteil der Stadt Senftenberg und dem Bürgergeld sind die Wartehäuschen jetzt finanziert worden.

Für das nächste Jahr ist der Topf der Stadtteilfonds für die drei Stadt- und sechs Ortsteile Senftenbergs erneut mit 30 000 Euro gefüllt. "Die Vorschlagsphase läuft noch bis zum 10. Januar", kündigt Andreas Groebe den finalen Endspurt an. Aus dem Ortsteil Sedlitz und dem Stadtbezirk Senftenberg III ist die Wunschliste noch verdammt dünn.

Der Bürgerhaushalt funktioniert unkompliziert. Vorschläge können formlos jedoch vorzugsweise schriftlich (als Anschreiben oder per Vorschlagsvordruck) und auch elektronisch per E-Mail an die Adresse buergerhaushalt@senftenberg.de oder direkt über die Registrierung im Bereich Bürgerhaushalt auf der Internetseite der Stadt eingereicht werden.

"Denkbar sind Vorschläge unter anderem aus den Bereichen Vereinsförderung, Ortsgeschichte, Ortsgestaltung, Ortsleben, Spielgeräte und Spielplätze oder andere kulturelle, bildende oder soziale Projekte", sagt Groebe und hilft somit gewiss weiteren Ideen auf die Sprünge. Bedingungen sind, dass die Vorschläge mit den Mitteln des Stadt- und Ortsteils, gegebenenfalls auch durch Ansparen, finanzierbar sind, nicht gegen geltendes Recht verstoßen, nach Möglichkeit die Zuständigkeit der Stadt gegeben ist und der Vorschlag keine privaten Interessen fördert, sondern allein dem Gemeinwohl dienst. Vorschlags- und abstimmungsberechtigt sind alle Einwohner der Stadt Senftenberg ab 14 Jahren.

Die bisher eingereichten Vorschläge sind schon im Internet zu sehen und können dort auch kommentiert werden.

Nach der Einarbeitung der Stellungnahmen durch die Fachämter und der Beratung mit den Mitgliedern der Stadtteilforen wird über die eingereichten Vorschläge voraussichtlich bis Ende März abgestimmt.