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| 16:17 Uhr

Schlimmer Verdacht in Schipkau
War ein Giftköder schuld am Tod des Familienhundes?

Erst 13 Monate alt war der Familienhund Carlos (r.), ein Appenzeller Sennenhund, der auf rätselhafte Weise starb.
Erst 13 Monate alt war der Familienhund Carlos (r.), ein Appenzeller Sennenhund, der auf rätselhafte Weise starb. FOTO: privat
Schipkau. Eine Familie aus Schipkau beklagt den Verlust ihres jungen Hundes auf rätselhafte Weise. Von Catrin Würz

Nachdem in den vergangenen Wochen in Schipkau und Klettwitz mehrfach präparierte Köder für Hunde aufgetaucht sind, versetzt nun der rätselhafte Tod eines jungen Hundes Tierhalter aus der ganzen Gemeinde in Angst und Schrecken. In der Nacht zu Donnerstag ist der erst 13 Monate alte, bis dahin sehr vitale und ausgesprochen familienfreundliche Appenzeller Sennenhund der Familie Heine aus Schipkau unter mysteriösen Umständen innerhalb weniger Stunden schwer erkrankt und kurz darauf verendet. „Es war grausam. Wir haben unseren Hund am Morgen am ganzen Leib zitternd, schwach und vor Schmerzen winselnd gefunden“, berichtet Hundehalter Olaf Heine erschüttert. Was der Auslöser dafür gewesen sein könnte, ist bislang völlig unklar. Bekannt ist nur, dass der Hund gegen drei Uhr nachts einmal angeschlagen hatte und zum Grundstückszaun gelaufen war.

Mehrere Hundehalter aus der Gemeinde Schipkau, die in den sozialen Medien vernetzt sind, und auch die betroffene Familie selbst hegen nun den schlimmen Verdacht, dass der junge Rüde Opfer eines Giftköder-Anschlages geworden sein könnte. Mindestens zweimal waren in den vergangenen Wochen im Ort manipulierte Hundeleckerlis gefunden und bei der Polizei abgegeben worden. Diese Köder waren mit Reißzwecken oder Nadeln bestückt.

Tierarzt Dr. Peter Nelz aus Klettwitz, der Donnerstagmorgen den mit dem Tode ringenden Rüden noch erstversorgt hat, kann eine genaue Todesursache nicht belastbar benennen. Aus der Kenntnis der Symptome regt er jedoch an: Die aufgetauchten Hunde-Köder sollten auch auf giftige Substanzen untersucht werden.

In der Gemeindeverwaltung Schipkau ist die Sorge über die Entwicklung der Dinge indes riesengroß. „Wir prüfen derzeit, ob wir für Hinweise, die zum Täter führen, eine Belohnung aussetzen“, erklärt Bauamtsleiter Martin Konzag auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU) hatte schon gleich nach dem Auftauchen der ersten manipulierten Köder erklärt, dem gefährlichen Treiben des Hundehassers in der Gemeinde ein Ende setzen zu wollen.