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| 18:24 Uhr

Moderne Ausstattung
Computer statt Kreide an der Walther-Rathenau-Grundschule

FOTO: Stadt Senftenberg / Andreas Groebe
Senftenberg. Noch mehr Klassenräume mit noch moderneren Computern statt altmodischen Schiefertafeln - darüber freuen sich die Schüler und Lehrer der Senftenberger Walther-Rathenau-Grundschule.

„Die Schüler wollen sehr gerne an die Tafel, um Fragen zu beantworten,“ sagt Birgit Poyda, die Schulleiterin der Walther-Rathenau-Grundschule, nach einer Musikstunde. Und angesichts des Eindrucks, den ihre Schüler im Umgang mit einem der neuen Computer-Tafel-Systeme hinterlassen haben, glaubt man ihr das sogar.

In der Schule hatte es bisher in sechs Räumen Computer mit großen Touch-Screens statt Schiefer-Tafeln gegeben. Zum Beginn dieses Schuljahres kamen zwei noch modernere Installationen hinzu.

Für Schulleiterin Poyda liegen die Vorteile der neuen Systeme auf der Hand - oder eben nicht, denn den Kreidestaub ist sie nun los. Dafür können Informationen ausführlicher, flexibler und schneller dargestellt werden. Wenn dann zum Beispiel Bilder von Opernhäusern aus aller Welt gezeigt und benannt werden, oder Schüler den Bestandteilen der Theater ihre Namen und Funktionen zuordnen sollen, seien die Schüler in diesen Aufgaben nun sehr viel motivierter und engagierter.

Dass die Schüler aus ihrem Alltag ohnehin schon mit Technik, die ähnlich funktioniert, mindestens so vertraut sind wie ihre Lehrer, schafft außerdem Gelegenheiten, in denen Lernprozesse andersherum als gewohnt stattfinden und Lehrer von ihren Schülern Dinge beigebracht bekommen.

Mit den neuen Tafeln können Lehrer Stoff nicht nur anschaulicher darstellen, sondern sparen auch Zeit, wenn schon einmal verwendete Tafelbilder nicht immer neu geschrieben werden müssen: Unterrichtsmaterial im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Um die Möglichkeiten der neuen Mittel zu nutzen, müssen die Lehrer allerdings wissen, wie damit umzugehen ist. Hier sieht Poyda noch Verbesserungspotenzial: Ausführliche Schulungen habe es nicht gegeben. Dafür, sich mit den Systemen vertraut zu machen, seien die Lehrkräfte selbst verantwortlich.

So wertvoll die neue Technik im Unterricht ist, so teuer ist ihre Anschaffung. Jedes System besteht aus einem Computer, mit für den Unterricht konzipierter Software und einem großflächigen, interaktiven Bildschirm und kostet der Stadt Senftenberg zu Folge 9000 Euro. Für den Aufbau des notwendigen Datennetzes seien zuvor etwa an der Dr.-Otto-Rindt-Oberschule 107 000 Euro ausgegeben. Diese, aus Mitteln der Stadt getätigte, Investition soll in allen Schulen erfolgen.

Einer der Vorteile der neuen Geräte im Vergleich zur ersten Generation der elektronischen Tafeln ist übrigens ein analoges Element: Neben dem Bildschirm haben sie  Flügel mit White Boards, auf die mit Stiften geschrieben werden kann.