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Waldweg bei Frauendorf für Forst und Feuerwehr ausgebaut

Frauendorfs Bürgermeister Mirko Friedrich und Revierförster Carsten Heinze vor dem Schild, das zeigt, wer den Weg finanziert.
Frauendorfs Bürgermeister Mirko Friedrich und Revierförster Carsten Heinze vor dem Schild, das zeigt, wer den Weg finanziert. FOTO: Sattler/sam1
Frauendorf. Ein ehemals unbefestigter und bei Regen schlecht zu befahrender Waldweg bei Frauendorf ist jetzt auf einer Länge von 2100 Metern instand gesetzt worden. Der Weg darf mit Fahrzeugen ausschließlich zur forstwirtschaftlichen Bewirtschaftung und von Feuerwehren genutzt werden. Mirko Sattler/sam1

Spaziergänger und Radfahrer dürfen ihn wie jeden anderen Waldweg nutzen. Dieser ist nicht mit den asphaltierten touristischen Radwegen zu verwechseln und verbindet auch nicht den einen mit dem anderen.

Nach dem Befestigen des Weges mit drei Lagen Splitt unterschiedlichster Körnung und einer abschließenden Verschleißschicht ist er allerdings noch bis etwa Mitte Dezember für alle Nutzer gesperrt. Durch die verordnete Ruhezeit, so Frauendorfs Bürgermeister Mirko Friedrich, gewinne die Oberfläche an Festigkeit.

Bezahlt hat den 71 000 Euro teuren Bau zunächst das Amt Ortrand. Es erhält das Geld vom Landesbetrieb Forst Brandenburg zurück. Die Ausführung erfolgte nach den Richtlinien des landwirtschaftlichen Wegebaus ohne Wurzelsperre, dafür mit Bankett und freigeschlagenem Randstreifen. Die Breite des Weges beträgt 3,50 Meter. Er kann Achslasten von 11,5 Tonnen aufnehmen und führt von Frauendorf bis zur Gemarkungsgrenze an der alten Poststraße zwischen Ortrand und Ruhland.

"Unsere Waldwege sind nicht die besten und können mit großen Fahrzeugen kaum noch befahren werden", stellt Revierförster Carsten Heinze fest. Der nun fertige Weg sei wichtig, weil er in einen jungen Kiefernbestand mit hoher Waldbrandgefahr führt. Er ist der erste geförderte kommunale Waldweg im Altkreis Senftenberg. Private Waldwege mit ähnlich hoher Wichtigkeit werden bereits seit zehn Jahren komplett gefördert.

"Nur mit einer 100-prozentigen Förderung ist solch ein Vorhaben stemmbar", sagt Bürgermeister Mirko Friedrich. Die Gemeindevertretung werde über die nächsten auszubauenden Waldwege je nach Wichtigkeit befinden.

Wer solche Wege widerrechtlich mit einem Fahrzeug nutzt, dem droht eine Geldbuße von mindestens 30 Euro. "Bis zur Waldbrandgefahrenstufe 2 kann ich ein Ordnungsgeld verhängen. Ab Stufe 3 kommt Post von unserer Bußgeldstelle", kündigt Revierförster Carsten Heinze Kontrollen an.