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| 02:50 Uhr

Wahlhelfer werben um Wahlhelfer

Elisa Eichhorn (23) aus Schwarzheide und Kevin Muschinski (20) aus Lindenau werben mit jugendlichem Elan um Wahlhelfer im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Die angehenden Verwaltungsfachangestellten werden im Briefwahlbüro auch selbst im Einsatz sein.
Elisa Eichhorn (23) aus Schwarzheide und Kevin Muschinski (20) aus Lindenau werben mit jugendlichem Elan um Wahlhelfer im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Die angehenden Verwaltungsfachangestellten werden im Briefwahlbüro auch selbst im Einsatz sein. FOTO: Steffen Rasche/str1
Der Urnengang für die kommunalen Ratsrunden und ehrenamtlichen Bürgermeister ist für Elisa Eichhorn (23) aus Schwarzheide und Kevin Muschinski (20) aus Lindenau eine spannende Sache. Als Wähler und Wahlhelfer sind die angehenden Verwaltungsfachangestellten des Landkreises Oberspreewald-Lausitz dabei. Auf einem frischen Plakat werben beide gern um weitere Wahlhelfer. Kathleen Weser

Senftenberg. Für die Wahlhelfer-Kampagne des Landkreises Oberspreewald-Lausitz haben Elisa Eichhorn und Kevin Muschinski ihr Gesicht gern zur Verfügung gestellt. Das bestätigen die beiden angehenden Verwaltungsfachangestellten fröhlich lachend. "Wir haben in unserer täglichen Arbeit und Ausbildung viel mit Kommunalpolitik zu tun", sagt Kevin Muschinski. Schließlich seien die Verwaltungen dafür da, die Beschlüsse der Abgeordneten umzusetzen. Nach Recht und Gesetz, verstehe sich. "Grundvoraussetzung dafür ist, dass die Demokratie funktioniert", bestätigt Elisa Eichhorn. Entscheidende Beiträge dafür seien, zur Wahl zu gehen und am Wahltag möglichst auch Einsatz zu zeigen.

"Das macht Spaß", bestätigt Kevin Muschinski. Zur jüngsten Bundestagswahl ist er im Hauptwahlbüro in Hörlitz beim Auszählen der Briefwahl aktiv gewesen. Zuvor hatte er die vorbereitenden Arbeiten im Fachbereich des Kreiswahlleiters Klaus Molitor hautnah miterlebt. "Das war richtig Stress", sagt er.

Petra Borchel, die die Aufgabe für den nächsten Urnengang übernommen hat, hatte von trockenen Mitteilungen über den erneuten Bedarf an Helfern in den Wahlbüros genug. "So ist die Idee geboren, unsere jungen Leute mit frischem Wind für Wahlhelfer werben zu lassen. Die Plakate sind den Städten und Gemeinden zur Verfügung gestellt worden. Und wir hoffen, dass sie Aufmerksamkeit finden", erklärt die Kreiswahlleiterin. Übrigens wird zeitgemäß auch der Internet-Auftritt des Landkreises zur Kommunalwahl aufgepeppt. Sieben Parteien, vier Wählergruppen, ein Einzelbewerber und eine Listenvereinigung hat der Kreiswahlausschuss fristgerecht für die Kommunalwahl im Mai zugelassen. Die Bekanntmachung der Kandidaten und die Muster-Stimmzettel erfolgen in Kürze auch auf der Internet-Präsenz.

"Wahlhelfer zu sein, ist eine Erfahrung, für die man ruhig mal einen Sonntag im Jahr opfern sollte", erklärt Elisa Eichhorn. Sie selbst ist bei der jüngsten Wahl im Wahlbüro im Gymnasium Senftenberg aktiv gewesen.

Der hoffnungsvolle Fachkräftenachwuchs im Kreishaus sagt übereinstimmend: Es sei schon ein gutes Gefühl, den Bürgerwillen akkurat auszuwerten. "Das Vertrauen in die Richtigkeit des Ergebnisses ist am Ende auch größer", bestätigt Kevin Muschinski schmunzelnd. Der Fußballer tritt für die Freien Wähler übrigens auch selbst für die Gemeindevertretung in Lindenau an. "Junges Blut und Sachverstand, den ich mir fleißig aneigene, können ja nur gut sein", schätzt er ein. Für Elisa Eichhorn, die übrigens im Kreishaus im dritten Lehrjahr bereits die Zweitausbildung absolviert, und Kevin Muschinski aus dem zweiten Lehrjahr hat die Entscheidung für das Verwaltungsfach eigentlich auch die gleiche Ursache wie der selbstverständliche Gang zur Wahl: Die jungen Leute lieben ihre Heimat und wollen sie zukunftsfähig gestalten helfen.

Zum Thema:
Gemäß der Verordnung über den Wahltag und die Wahlzeit der landesweiten Kommunalwahlen 2014 (KWahlTagV 2014) finden die nächsten landesweiten Kommunalwahlen am 25. Mai und etwa notwendig werdende Stichwahlen der Bürgermeister und Ortsvorsteher am 15. Juni in der Zeit von 8 bis 18 Uhr statt. Wie Kreiswahlleiterin Petra Borchel bestätigt, werden in den Städten Senftenberg, Großräschen, Lübbenau, Calau und Vetschau sowie der Gemeinde Schipkau und den Ämtern Altdöbern und Ruhland noch Wahlhelfer gesucht. Die Städte Lauchhammer und Schwarzheide sowie das Amt Ortrand haben demnach keinen Bedarf mehr für den Urnengang im Mai.