Schließlich soll der Ausflug in das alte Fachwerkhaus am Kirchplatz etwas Besonderes werden. Für ihre Klasse haben sich die Lehrerinnen der Grundschule am See "Russische Weihnachten" aus erster Hand bestellt.
"Weihnachten in Russland ist anders", hören die Kinder, "und doch gibt es Gemeinsamkeiten". Wie in Deutschland werden die Tannenbäume festlich geschmückt, die Freude auf die Geschenke gibt es ebenfalls, aber der Weihnachtsmann heißt Väterchen Frost und kommt mit seiner Enkelin Snegurotschka, was übersetzt Schneewittchen heißt. Mischka, der Bär, ist auch dabei.
Großes Staunen, als die Kinder erfahren, dass das russische Weihnachtsfest erst nach Neujahr, genau am siebenten Januar gefeiert wird und die Kinder anschließend vierzehn Tage in die Winterferien starten.
Und dann das Angebot, Väterchen Frost doch zu rufen mit "Deduschka maros! A-u !" Zuerst zaghaft, dann ganz laut schallt es aus den Kinderkehlen durch das Haus. Da öffnet sich die Tür und ein wunderschöner bärtiger Alter kommt mit einem großen Zauberstab und seinem Gefolge in den Raum. Er spricht russisch und was die Kinder nicht wissen, ein Gedicht von Nekrassow, welches natürlich übersetzt wird.
Verschmitzt bietet er seine echt russischen Süßigkeiten an. Was dann kommt, gehört zum russischen Weihnachtsfest. Der Tanz um die Tanne und die Geschichte im Lied von "Jolotschka", der kleinen Tanne. Ein Spiel mit Väterchen Frost, der einen erstarren lassen kann, wenn man die Hände nicht schnell genug versteckt.
"Einfach schön war das", sagt Lehrerin Marlies Miethner und trifft die Meinung ihrer Klasse, besonders die von Sarah Sulkowski, die das erste Mal im Haus der Begegnung in der Kirchstraße 18 war.