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| 16:15 Uhr

3000 Patienten in Senftenberg und Lauchhammer
Viel zu tun in der Senftenberger Notaufnahme

Senftenberg/Lauchhammer. Die Hitze hat den Notfallmedizinern des Klinikums Niederlausitz im Juni deutlich mehr Arbeit beschert. Rund 100 Patienten mussten am Tag behandelt werden - viele davon mit Schwindel und Kreislaufproblemen. Von Andrea Budich

Im heißen Juni mit den beiden rekordverdächtigen Hitzetagen, die an der 40-Grad-Marke nur haarscharf vorbei schrammten, sind in den beiden Notaufnahmen des Klinikums Niederlausitz im Krankenhaus Senftenberg und im Krankenhaus Lauchhammer insgesamt knapp 3000 Patienten behandelt worden.

Das sind etwa 30 Prozent mehr Patienten als im Vormonat Mai. „Schuld daran war die Hitze“, bestätigt Chefarzt Dr. Volkmar Hanisch aus dem neu gegründeten Zentrum für Intensiv- und Notfallmedizin des Klinikums Niederlausitz.

Vor allem der letzte Sonntag im Juni mit Temperaturen knapp unter 40 Grad und dem Peter-Paul-Markt in Senftenberg bescherte den Notfallmedizinern in Senftenberg deutlich mehr Arbeit. Mit dem Rettungswagen eingeliefert wurden verstärkt Patienten mit allgemeiner Schwäche, Schwindel und Kreislaufproblemen. „Bei den heißen Temperaturen leiden viele Patienten unter Flüssigkeitsmangel“, erklärt der Chefarzt.

Insbesondere ältere Menschen würden oft nicht genug trinken, um den Körper auch an heißen Tagen mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Dann kommt es zur sogenannten Dehydration. „Sie zeigt sich in Symptomen wie Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel, Kreislaufstörungen und Hauttrockenheit“, so Dr. Hanisch. Um Kreislaufproblemen bei der nächsten großen Hitzewelle vorzubeugen, empfiehlt der Chefarzt, unbedingt genug zu trinken. Drei Liter sollten es bei großer Hitze am Tag sein.

Einen weiteren Tipp hat der Notfallmediziner noch: „Auf Gartenarbeiten oder sportliche Aktivitäten in der prallen Sonne sollte man in diesen Tagen unbedingt verzichten.“ Er empfiehlt, sich während der größten Tageshitze im Schatten oder in Gebäuden aufzuhalten und lieber erst die kühleren Abendstunden draußen zu genießen.