Von Andrea Budich

Nach mindestens vier Anläufen, langem Warten und immer wieder Vertröstetwerden hat am Mittwoch endlich die Stunde der Meuroer Feuerwehr geschlagen. Zur Feier des Tages haben Ortswehrführer Daniel Noatnick und Jugendwart Sven Drasdo die Tore des Meuroer Depots weit geöffnet und gestatten einen Blick auf ihr Tragkraftspritzenfahrzeug, das ohne Spiegelklappen gar nicht ins Freie gefahren werden kann. Genau das gehört zu den Problemen, die mit dem Um- und Ausbau des viel zu kleinen und engen Gerätehauses geändert werden sollen.

Die Neugestaltung der Meuroer Ortsmitte, zu der auch das ortsbildprägende Gerätehaus mit dem markanten Turm gehört, soll bereits im Juli starten. Einen Teil des Geldes dafür hat am Mittwoch Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) an Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU) und Ortsvorsteher Frank Priemer ausgehändigt. Mehr als 200 000 Euro steuert das Land aus dem europäsichen Topf der ländlichen Entwicklung für die Aufwertung der Ortsmitte Meuro bei. Schipkau legt satte 400 000 Euro aus dem Gemeindehaushalt obendrauf. Und damit kann für das Projekt Ortsmitte jetzt der so lang erwartete Startschuss fallen.

Geplant ist es, den bestehenden Klinkerbau der freiwilligen Feuerwehr zu einem Gebäude umzubauen, das von Meuros zahlreichen Vereinen und der Dorfgemeinschaft mitgenutzt werden kann. „Darauf haben wir lange gewartet“, sagt Michael Hertel als Vorsitzender des Dorfclubs. Gemeinsam mit dem neu gestalteten Festplatz soll damit erstmals ein zentraler Ort im Dorf entstehen. „Davon haben unterm Strich neben der Feuerwehr alle Vereine des Dorfes etwas“, erklärt Hertel, warum das Projekt soviel Freude im Ort auslöst.

Mit der Fertigstellung im Frühjahr nächsten Jahres soll der Platz dann sofort in Beschlag genommen werden: fürs Osterfeuer, Maibaumaufstellen, Kindersportfest und für das Vogelscheuchenfest.