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| 02:48 Uhr

Vetschau sucht Bauflächen

Vetschau. Architekt Werner Hillmann vom Planungsbüro MKS hat das in Frankfurt/Main beobachtet: Wenn ein neuer großer Flughafen in Betrieb geht, dann nimmt der Wohnungsmarkt in Städten der Umgebung eine "immense Entwicklung". Gerade dann, wenn diese Städte an der Autobahn liegen. Daniel Preikschat

Insofern, machte er kürzlich den Stadtverordneten im Wirtschaftsausschuss Mut, könne Vetschau sich einiges erwarten von der Eröffnung des BER. Wichtige Voraussetzung dafür sei aber, rechtzeitig ausreichend Wohnstandorte auf kommunalem Grund zu entwickeln.

Von der Stadt Vetschau beauftragt, hat man sich bei MKS die Flächen an zehn Straßen näher angesehen. Als geradezu prädestiniert für den Wohnungsbau stellten sich dabei Grundstücke an der Pestalozzi- und an der Gagarinstraße heraus. Hier könne man sich auch einen anspruchsvollen Mietwohnungsbau vorstellen, so Hillmann. Wohnhäuser-Potenzial sieht der Architekt auch in der Jahnstraße in Bahnhofsnähe.

In der Pieckstraße sei der Bau von Wohnhäusern vorstellbar, wo jetzt noch für den Abriss vorgesehene Wohnblöcke stehen. Zwar seien die Förderbedingungen hier nicht attraktiv. Jedoch könnten die Keller vom Rückbau verschont bleiben und die neuen Wohnhäuser aufgesetzt werden.

In der Gagarinstraße hält Hillmann den Eigenheimbau für schwierig. Die Häuser würden zwischen Mehrgeschossern eingezwängt stehen. Mit Blick auf die Marxstraße frage sich, ob es dort einen Lebensmittelmarkt geben soll.

Werner Hillmann betonte, dass MKS nur eine Betrachtung angestellt habe und noch nichts festgezurrt sei.

Im Gegenteil seien sicher noch viele Gespräche zu führen mit Grundstückseigentümern und Wohnungsbaugesellschaft. Fakt sei jedoch, dass Wohneigentum von Familien immer stärker nachgefragt werde. Und für eine Kommune wie Vetschau sei es allemal besser, Bauflächen oder Wohnungen selbst anbieten zu können, als auf private Eigentümer angewiesen zu sein.