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| 02:53 Uhr

Vestas will 2014 in Mühlberg umschlagen

Vestas-Geschäftsführer Frank Weise (M.) erläutert Siegurd Heinze (l.) und Christian Heinrich-Jaschinski (r.) die Produktion.
Vestas-Geschäftsführer Frank Weise (M.) erläutert Siegurd Heinze (l.) und Christian Heinrich-Jaschinski (r.) die Produktion. FOTO: Landkreis
Lauchhammer/Finsterwalde. Die guten Kontakte zwischen den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster sollen auch 2014 fortgesetzt werden. Bei der jüngsten Zusammenkunft nahmen die Landräte Siegurd Heinze (parteilos) und Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) Wirtschafts- und Forschungskapazitäten der Region in den Fokus. red/pos

Sie besuchten in der vergangenen Woche die Vestas Blades Deutschland GmbH in Lauchhammer und das Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften (FIB) in Finsterwalde. "Beide gehören seit vielen Jahren zu den stabilen Größen in der Region, die durch Qualität und Innovation überzeugen", sagte Christian Heinrich-Jaschinski.

Im Gespräch mit Vestas-Geschäftsführer Frank Weise informierten sich die beiden Landräte über die allgemeine Wirtschaftssituation und die konkreten Bedingungen am Standort Lauchhammer. Darüber hinaus ging es um die Fachkräftesicherung und -gewinnung in dem Unternehmen mit 660 Beschäftigen und 34 Auszubildenden. Derzeit produziert Vestas in Lauchhammer im Jahr rund 1200 Rotorblätter für Windkraftanlagen. Frank Weise kündigte an, dass das Unternehmen noch in diesem Jahr Rotorblätter im Hafen Mühlberg (Elbe-Elster) umschlagen will. Diese alternativen Energien weiter auszubauen, sei ein wichtiges Anliegen, das beide Landkreise als Mitglieder der Regionalen Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald unterstützen, machte Siegurd Heinze deutlich.

Die rund 20 Wissenschaftler und Mitarbeiter der in Brandenburg und Sachsen tätigen FIB in Finsterwalde erarbeiten wissenschaftliche Grundlagen und anwendungsbezogene Lösungen für die Bergbaufolgelandschaften. Ziel ist die Nutzbarmachung der geschädigten Kulturlandschaften in der Lausitz und im Raum Halle-Leipzig. Aktuell auf der Tagesordnung stehen die Themen Grundwasserneubildung und Grundwasserqualität. Ein besonderes Problem bildet die Oxidation der in Bergbauhalden und -kippen enthaltenen Eisensulfide, die zu einer starken Versauerung und hohen Salzkonzentration der Oberflächengewässer führt.

Noch in diesem Frühjahr werden das neue Forschungsgewächshaus und Wassertechnikum auf dem Institutsgelände in Finsterwalde eingeweiht. Dort sollen konkrete Experimente zur Grundwassersanierung durchgeführt werden.