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| 02:58 Uhr

Verzauberte Statue und begeisterte Gäste im Kunstgussmuseum

Ein Teil der Theatergruppe, die mit Museumspädagogin Erika Laubig das Stück einstudierten. Begleitet wurde das nahezu ehrenamtlich realisierte Projekt von der Lauchhammeraner Band Traumtanz. Foto: Wieduwilt/jaw1
Ein Teil der Theatergruppe, die mit Museumspädagogin Erika Laubig das Stück einstudierten. Begleitet wurde das nahezu ehrenamtlich realisierte Projekt von der Lauchhammeraner Band Traumtanz. Foto: Wieduwilt/jaw1 FOTO: Wieduwilt/jaw1
Lauchhammer. "Das Schlimmste war das Stillstehen", plaudert die "Statue", Celina Bartsch, mit sichtlicher Erleichterung nach dem Theaterstück. Denn die Viertklässlerin war in der Rolle der Statue eine der Darsteller des fantasievollen Theaterstücks, das zum Sommerfest im Kunstgussmuseums-Garten in Lauchhammer aufgeführt wurde. Jana Wieduwilt/jaw1

Am Ende ist alles gut gegangen. Die Aufregung fällt mit dem Schlussbeifall sichtbar von allen Künstlern und Organisatoren ab.

Zum Sommerfest hatte die Mannschaft des Kunstgussmuseums in Lauchhammer geladen. Maßgeblich zum Gelingen beigetragen haben jene Mädchen und Jungen, die freiwillig nach der Schule ein Theaterstück von Thomas Joseph und Norbert Landa einstudiert und aufgeführt haben. Regie führte die Museumspädagogin Erika Laubig. Die Rockgruppe ,,Traumtanz" aus Lauchhammer begleitete die Aufführung musikalisch und sorgte für eine tatsächlich verzauberte Stimmung im Museumsgarten.

Die Wertung zum ersten Garten-Sommerfest glich einem Reigen von Lobeshymnen. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Kunstgussmuseum, Wilken Straatmann, lobt bereits vor Beginn des Theaterstücks Museumspädagogin Erika Laubig. "Mit wenigen Mitteln, ganz viel Herzblut und Improvisationstalent ist es ihr gelungen, dieses Stück einzuüben. Auch die Kostüme wurden von Ramona Weber vom Friedhelm-Tinka-Team selbst genäht ", sagt er.

Die Mitglieder des Freundeskreises Kunstgussmuseum zeigen sich beeindruckt. "Wir haben den Anlass genutzt, um unserer Versammlung einen schönen Ausklang zu geben", erzählt der alte und neue Vorsitzende des Freundeskreises, Gerhard Nies.

Auch die anderen Vorstandsmitglieder Dr. Norbert Pietsch, Elke Hellriegel und Gerlinde Michaelis sind im Amt bestätigt worden. "Es ist erklärtes Ziel unserer Arbeit, auch Kinder und Jugendliche für Kunst und Kultur zu begeistern. Deshalb freuen wir uns ebenso wie das Publikum über dieses Ereignis", resümiert Gerhard Nies am Rande der Veranstaltung.

"Viel Spaß gemacht hat uns die Arbeit mit den Musikern", plaudern die achtjährige Elisabeth Weber und der ebenfalls achtjährige Julius Kroll, die beide im Stück mitgespielt haben. "Wir wünschen uns auch ein Weihnachtsstück", geben die Kinder bekannt. Museumspädagogin Elke Laubig - sichtlich erleichtert, dass kurz zuvor alles geklappt hat - verspricht, darüber nachzudenken.

"Wir hoffen sehr, dass es weitergeht. Alles ist eine Frage der Finanzen", sagt der nachdenkliche Wilken Straatmann. Die Musiker der Gruppe Traumtanz, die den Museumsgarten mit sphärischen Klängen verwandeln, sind wieder dabei. Enno Bergmann, Mario Seidel und Lene Maser spielen als Traumtänzer seit 2010 zusammen - eine echte Lauchhammer-Band, die im Bunt-Rock-Verein probt.

"Ich bin immer wieder von dieser Stadt beeindruckt", sagt die SPD-Landtagsabgeordnete Gabriele Theiss über Lauchhammer. "Es ist eine großartige Leistung des Museumsteams, die jungen Menschen an Kunst und Kultur heranzuführen."

Im Kunstgussmuseum laufen derweil die Vorbereitungen für die neue Ausstellung, die am 7. September eröffnet wird. Gezeigt werden Arbeiten aus dem derzeit laufenden Symposium "Eisen - Zukunft - Lauchhammer".