An den Bordsteinen nicht nur dieser Verkehrsinsel haben sich schon viele Kraftfahrer mindestens die Felgen beschädigt. Die schwarzen Gummi- und Schrammspuren zeigen es. Hohe Bordkanten sollen die Fußgänger vor „Überfahrern“ schützen.
Im Fall Butterberg steht die Verkehrsinsel ziemlich einsam in der Landschaft herum. Sie wurde vor Jahren im Zuge der Sanierung der Kreisstraße angelegt, um vor allem den zahlreichen Schülern eine sichere Querungshilfe zu geben. Die Zeiten haben sich geändert, Fußgänger sind nur noch selten zu sehen. Dafür gibt es sie reichlich vor dem Gymnasium.
Zur Frage, ob ein Verkehrsbauwerk, das keinen seiner ursprünglichen Zwecke mehr erfüllt, nicht zurückbauen oder dorthin versetzen sollte, wo es Sinn macht, sagt Rainer Paulan, Sachgebietsleiter im Bauamt des landkreises Oberspreewald-Lausitz: „Ein Unfall muss kein Grund zum Handeln sein.“ Wenn aber die Polizei eine Gefahr erkenne, solle man sich mit der Stadt zusammensetzen. Siegmund Paulisch, Wachenleiter in Lauchhammer, sieht es anders. Kreis und Stadt beurteilen die Lage, die Polizei berate bei Bedarf und helfe mit Fakten, sagt er. (mf)