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| 15:38 Uhr

Verdi fordert mehr Lohn
Verhandlungsauftakt für neue Tarife am Klinikum

Senftenberg. Für einen neuen Tarifvertrag für die nichtärztlichen Beschäftigten am Klinikum Niederlausitz sind an diesem Mittwoch die Verhandlungen aufgenommen worden.

„Die Forderung von Verdi, eine Erhöhung der Löhne durch Steigerung der Tabellenentgelte zu erreichen, ist prinzipiell nachvollziehbar“, teilt Klinikumssprecherin Daniela Graß mit. Jedoch bestehe in Bezug auf die Personalsituation und Wirtschaftlichkeit sowie auf die Gesamtunternehmensstrategie ein wesentlicher Konflikt. Erklärtes Ziel des Klinikums Niederlausitz sei es, die Beschäftigtenzahlen durch qualifizierte Fachkräfte zu halten, „was der aktuellen Forderung der Gewerkschaft mit einer Lohnsteigerung von neun Prozent für die 915 nichtärztlichen Beschäftigten des Klinikums Niederlausitz aber entgegensteht“. Umgerechnet würde das einen Gesamtbetrag von mindestens 4,6 Millionen Euro ausmachen, die das Klinikum zusätzlich erwirtschaften müsste. Aufgabe beider Parteien sei es nun, in den nachfolgenden Verhandlungsterminen diesen Interessenskonflikt gemeinsam zu bearbeiten, „um eine verträgliche Lösung für das Unternehmen und die Mitarbeiter und damit letztendlich auch für die Patienten zu finden“. Beide Verhandlungspartner gehen nach dem Auftaktgespräch mit vereinbarten Arbeitspaketen in die Vorbereitungen zur nächsten Verhandlungsrunde, die am 1. März stattfinden wird. Der bisherige Tarifvertrag zwischen der Gewerkschaft und dem Klinikum Niederlausitz mit den beiden Standorten Senftenberg und Lauchhammer ist zum 31. Dezember 2017 von Verdi gekündigt worden.

(jag)